Kundgebung „Die bessere, öffentliche Mendienenquete“ am 06.06. in Wien

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EINLADUNG

Unmittelbar vor der Medienenquete der Regierung am 7. und 8. 6. findet die bessere, größere, öffentliche Medienenquete statt – als Kundgebung mit Festcharakter.

Am 06.06.2018 um 18 Uhr am Karlsplatz in Wien

Eine breite Allianz aus Organisationen und Einzelpersonen tritt für die Stärkung des öffentlich-rechtlichen Mediensektors und der Qualitätsmedien ein und schlägt konkrete Verbesserungsmöglichkeiten vor. Es gilt, einem Umbau des ORF zum willfährigen Instrument der Regierung und generell einer Gleichschaltung von Medien nach ungarischem Muster den Riegel vorzuschieben.

Dass dies realistische Szenarien sind, beweisen zahlreiche Äußerungen von Regierungspolitikern. Wie auch die verbalen Drohgebärden des frisch gewählten ORF-Stiftungsratsvorsitzenden Norbert Steger. Gegen all das gilt es die Stimme zu erheben.

Ziel der öffentlichen, besseren Medienenquete ist es, ein nachhaltiges Strategiepaper zur Medienzukunft Österreichs zu entwickeln. Vertreter/innen aller gesellschaftlichen Bereiche, darunter viele Kunst- und Kulturschaffende und Medienexpert/innen, nehmen an der Veranstaltung teil: Mit Reden, Musik und visuellen Beiträgen.

Über das Medienthema hinaus soll die Veranstaltung (zivil)gesellschaftliche Player aller Art enger miteinander in Verbindung bringen – für einen breiten Schulterschluss zur Stärkung der Demokratie.

Auch FREIRAD unterstützt die bessere Mendienenquete.

Die Forderungen der öffentlichen, besseren Medienenquete sind:

– Die Unabhängigkeit der Medien schützen!

Politiker/innen müssen akzeptieren, dass Medien zwar zur Sachlichkeit, aber nicht zu Neutralität gegenüber jeder politischen Äußerung oder Handlung verpflichtet sind. Politik ist von Medien stets an höchsten menschenrechtlichen Standards zu messen und an ihrem Umgang mit allen Menschen, gleich welcher Herkunft und Lebenssituation.

– Presseförderung nur für Qualitätsjournalismus! 

Kein öffentliches Geld für Boulevardmedien, zumal wenn sie mit Populismus und Hetze Quote machen. Um das zu gewährleisten, ist die Zusammensetzung der Vergabekommission zu ändern.

– Ja zu vernünftig eingesetzten Rundfunkgebühren.

Qualitätsjournalismus braucht viel Aufwand und ist nicht gratis. Daher: Der ORF darf auch nicht aus dem Bundesbudget statt aus Gebühren finanziert werden, denn er ist kein Regierungsfunk.

– Keine Zerschlagung des ORF. Kein Verkauf und keine Schließung von Sendern.

– Die ORF-Führung muss sich parteipolitischen Interessen endlich verweigern. 

– Der ORF muss sich stärker auf den Kulturauftrag konzentrieren. 

Daher auch: Keine Ausdünnung von ORF-Programmen und Umwandlungen von Sendungen zu Sendeflächen. Die Regionalprogramme haben genauso wie alle anderen Programme den öffentlich-rechtlichen Auftrag einzuhalten bzw. zu verwirklichen.

– Das Wiener Funkhaus muss bleiben – für eine Stadt der kurzen Wege.

Der innerstädtischen Netzwerkknoten Funkhaus soll ausgebaut, nicht demoliert werden.

– Mehr ORF-Mittel ins Programm statt in Neubauten. 

Das Absiedlungsprojekt bedeutet Verschwendung mehrerer Millionen Gebührengelder. Das Funkhaus in Wien zu erhalten, käme weitaus billiger.

–  Bessere Absicherung des nichtkommerziellen Privatrundfunks.

nichtkommerzieller Privatrundfunk leistet österreichweit einen großen Beitrag zur Vermittlung von Medienbildung und Medienkompetenz, er trägt als einziger Rundfunkveranstalter der gesamten Sprachenvielfalt in der österreichischen Gesellschaft Rechnung. Entsprechend dieser Rolle muss ihm eine deutliche Aufwertung zuteil werden.

– Kein Meinungskauf.

Öffentliche Inserate nur bei Mindesterfüllung journalistischer Sorgfaltspflicht.

Veranstalter: Wir für den ORF – wirfuerdenorf.at

In Kooperation mit / unterstützt von: (Stand 24.5.2018)

FREIRAD

Presseclub Concordia

IG Autorinnen Autoren

IG Kultur Österreich

esbleibtdabei.at

Volkshilfe

Reporter ohne Grenzen Österreich

Omas gegen Rechts

Integrationshaus

Verband unabhängiger Tonträgerunternehmen, Musikverlage und MusikproduzentInnen Österreich – VTMÖ

Berufsverband Österreichischer SchreibpädagogInnen – BOeS

Radio Aufdraht

Erstes Wiener Lesetheater

Literaturhaus Salzburg

IG World Music Austria

Österreichischer PEN-Club

Musikergilde

Gesellschaft für Kulturpolitik Oberösterreich

UKI (Unterstützungskomitee zur Integration von MigrantInnen)

Die Liste wird laufend erweitert.

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