Diese Sendung ist seit dem 31. August 2006 im Programmschema
und läuft wöchentlich am Freitag von 20:00 bis 21:00


Globale Dialoge
Eine Sendereihe zu interkulturellen und entwicklungspolitischen Themen

GLOBALE DIALOGE 2015:
Frauenrechte international – Rückblick und Ausblick
#EYD2015 #Beijing20 #post2015

2015 ist das Europäische Jahr für Entwicklung (#EYD2015). Unser Schwerpunkt dieses Jahres ist das 20jährige Jubiläum der letzten UN-Frauenkonferenz in Beijing 1995. Die 4. Weltfrauenkonferenz in Peking im Jahr 1995 gilt als Markstein der internationalen Verankerung von Frauenrechten.

Es wurde eine Aktionsplattform verabschiedet, die konkrete Maßnahmen zum Abbau von Frauendiskriminierung und Herstellung von Geschlechtergerechtigkeit formulierte. Es wurden zwölf Themenfelder hervorgehoben: Frauen und Umwelt, Machtverhältnisse und Partizipation an Entscheidungsfindungsprozessen, Arbeit mit Mädchen, Wirtschaft, Armut, Gewalt gegen Frauen, ’Frauenrechte als Menschenrechte‘, ’Bildung und Ausbildung für Frauen‘, Institutionelle Mechanismen, Gesundheit und bewaffnete Konflikte und auch Frauen und Medien. All diese Themenfelder fanden Berücksichtigung im Forderungs- und Aktionskatalog der Aktionsplattform von Beijing.

Die Forderungen der Aktionsplattform von Beijing sind in keinen der Themenfelder annähernd erreicht. Die Women on Air wollen dieses Jahr fragen, welche Forderungen der Aktionsplattform von Beijing 1995 umgesetzt wurden? Was sind die heutigen Herausforderungen? Was tun Frauen weltweit, um wirtschaftliche, soziale und kulturelle Herausforderungen zu bewältigen? Welche Anstrengungen gibt es, dass Frauenrechte Eingang in die Nachfolgeprogramme der Millennium Development Goals finden (#post2015)?

Zu Gast werden Mitarbeiterinnen von Initiativen, Organisationen und Aktivistinnen aus dem Globalen Süden, wie auch aus Österreich sein.

WOMEN ON AIR
Die Redaktionsgruppe Women on Air wurde von ORANGE 94.0 und der Zeitschrift FRAUENSOLIDARITÄT ins Leben gerufen. Seit 2005 gestalten wir einmal wöchentlich die entwicklungspolitische Sendereihe Globale Dialoge. Darin berichten wir u.a. über internationale Frauenbewegungen und feministischen/queeren Aktivismus, werfen einen kritischen Blick auf die globalisierte Arbeitswelt und rücken das Kulturschaffen von Frauen in den Mittelpunkt – in Form von Reportagen, Beiträgen, Interviews, Veranstaltungsberichten, Live-Sendungen mit Studiogästen u.v.m.

Wie schon in den Jahren davor werden alle Medienprodukte archiviert (Audioarchiv: http://noso.at) bzw. auf Trägermaterialien zur Verfügung gestellt.

Eine Sendereihe von: Meriem Ait Oussalah, Verena Bauer, Ulrike Bey, Bettina Dobnig, Lisa Gießauf, Maiada Hadaia, Maria Hörtner, Barbara Karahan, Tünde Kiss, Aleksandra Kolodziejczyk, Bernadette Ofner, Women on Air, Simone Peter, Petra Pint, Barbara Tinhofer


MacherIn: women on air


Speziell zur Sendung am
Freitag, den 25. Oktober 2019
:

Violencia, mi nombre es mujer! // Gewalt, ich heiße Frau!


Sandra Milena Álvarez hat einen Master in Gender Studies und arbeitet am Nationalen Zentrum für Historisches Gedächtnis (CNMH für die Abkürzung auf Spanisch). Sie wurde in der Gemeinde 13 von Medellín geboren, ist Teil des AGROARTE-Kollektivs und damit der transformativen Aktion Grammatik-Körper.
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Luz Marina Bernal ist einer der sogenannten Mütter von Soacha, einer Ortschaft in der Nähe von Bogotá. Ihr Sohn verschwand im Januar 2008, war der erste Fall dessen, was in Kolumbien "falsche positives" heißt. Sie und die anderen Mütter haben mehrere Bedrohungen für ihre Denuntiazion erhalten. Sie war Teil einer der Gruppen von Opfern, die an den Dialogtafeln in den vergangenen Friedensabkommen zwischen der kolumbianischen Regierung und der ehemaligen FARC-Guerilla-Gruppe in Havanna stattgefunden haben. Sie lehnte für den Friedensnobelpreis zusammen mit Juan Manuel Santos vorgeschlagen zu werden, ab.


Josefina Dobinger-Álvarez ist Historikerin und Sozialwissenschaftlerin aus Honduras, mit österreichischer Staatsbürgerschaft, Spezialgebiet Frauenforschung, Expertin für Verhütung und Überwachung von durch Delikte wie Menschenhandel und sexuelle Gewalt verursachten Beeinträchtigungen und Traumata. Sie arbeitet im Bereich Kultur- und Kunstmanagement mit Schwerpunkt kreative, resilienzfördernde Maßnahmen. In ihrem Buch „Recordar para volver al corazón“ („Erinnern, um zum Herz zurückzukehren“) unternahm Josefina den Versuch, die verschiedenen Formen der Gewalt, die Teil des Körpers geworden sind, sich in diesen quasi „eingenistet“ haben, ausgehend von spezifischen Ereignissen im eigenen Leben zu verstehen.


Jurastudentin, Lorena Neira ist Teil des Ständigen Ausschusses für die Verteidigung der Menschenrechte PCHR und die Vereinigung der Frauen ASODEMUC (Organisation von Frauen aus verschiedenen Bereichen gebildet, für das Streben nach Frieden zu kämpfen und der Verteidigung der Menschenrechte in Kolumbien und insbesondere die Rechte der Frauen).


Die Interviews wurden im Jahr 2017 durchgeführt, aber was jede dieser Frauen aussagt, ist so aktuell wie vor zwei Jahren. In dieser Sendung werden wir darüber sprechen, was es bedeutet, eine Aktivistin in einem Land wie Kolumbien zu sein. Was der Konflikt und das Abkommen mit den FARC-EP-Guerillas in den Körpern vieler Frauen hinterlassen hat. Spuren von Frauenkämpfen in einem Land, das nicht zu wissen scheint, wie man ohne Gewalt lebt.


Sendungsgestaltung: Jenny Olaya-Peickner und Ulrike Bey

Sendungssprache: Spanisch

Musik:
Junior Jein - Fucking Esmad (Paro Civico Buenaventura)
Juantagóniko & La Última Flor - ¿Por qué recordar?
Cynthia Montaño - Las mil y ningún mujeres (Álbum Urbano Litoral)Marta Gómez - Manos de Mujeres (Feat: Martirio, Andrea Echeverry & Anat Cohen)
Enigma urbano – Lágrimas (Lágrimas es una canción escrita por Liz Caroline Porras, en homenaje a su hermano Leonardo Porras, un mal llamado "Falso Positivo" asesinado a principios de 2008 en Norte de Santander, Colombia)





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Nachhören in der Radiothek der Freien Radios Österreichs

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