Diese Sendung ist seit dem 01. Jänner 1970 im Programmschema
und läuft


Eure Sicherheit Tötet
Infoabende, Workshops, Aktionstage & Demonstration

Eine Initiative von nosigi.

Text der Initiator*innen:

Vom 11. bis 13. Juli 2018 treffen sich die EU Innen- und Justizminister_Innen zu einem informellen Gipfel in Innsbruck, wo unter Ausschluss der Öffentlichkeit Themen wie ’Innere Sicherheit‘, ’Extremismusbekämpfung‘ und der ’Schutz der EU-Außengrenzen‘ besprochen werden. Diesem Gipfel der Herrschenden werden wir unser Verständnis von Freiheit entgegenhalten. Mit einer Veranstaltungsreihe im Vorfeld und Aktionstagen plus Demo wollen wir informieren, kritisieren und motivieren…

Gegen die Festung Europa!
Kämpfen wir für unsere Freiheiten!
Für eine Gesellschaft, die jedem Menschen ein würdevolles Leben ermöglicht und nicht nur für wenige!
Für eine Gesellschaft ohne Grenzen, die soziale Sicherheit für ALLE bietet!


FREIRAD überträgt einige Vorträge und Diskussionen.


Link:

Eure Sicherheit Tötet
 

 



MacherIn: Nepomuk Tiefenbrunner, FREIRAD, Freies Radio Innsbruck


Speziell zur Sendung am
Sonntag, den 08. Juli 2018
:

Auslagerung der europäischen Migrationsabwehr

Vortragender: Gilles Reckinger

Die Geschichte der europäischen Grenzregime ist eine lange. Seit Mitte der 1980er Jahre wurde von den europäischen Innenminister*innen und Außenminister*innen sukzessive an einer europäischen Migrationsabwehr gebaut: in Form der zunehmenden Militarisierung der EU Außengrenzen, dem Einsatz eines eigenen Grenzschutzkommandos und der Externalisierung der EU-Außengrenzen. Kontinuierliche Menschenrechtsverletzungen sind Teil dieser ständigen Erweiterung, die schon lange von den EU- Verantwortlichen in Kauf genommen werden.

Die Ausführungen von Gilles Reckinger versuchen anhand von Beispielen die Ambivalenzen der Auslagerung der europäischen Außengrenzen nachzuzeichnen sowie die gewalttätigen Dynamiken zu benennen, die hinter dem Begriff der Externalisierung stehen. Die Folgen dieser Menschenrechte missachtenden Politik schildert er u. a. auch in Form von Zeug*innenberichten von geflüchteten Menschen, denen er begegnet ist.


Zur Person:

Zwischen 2009 und 2012 führte Gilles Reckinger eine durch den Fonds Culturel National (Luxemburg) geförderte und mit dem Theodor-Körner-Preis ausgezeichnete ethnographische Arbeit auf der Insel Lampedusa durch. Seit 1. Oktober 2013 ist er Professor für Interkulturelle Kommunikations- und Risikoforschung an der Universität Innsbruck.


Aufgenommen am Di.26.06.2018 im Treibhaus


Aufnahme & Sendungsgestaltung:
Joe Tiefenbrunner





https://nosigi.blackblogs.org/

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Nachhören in der Radiothek der Freien Radios Österreichs

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