Internationaler Holocaust-Gedenktag

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#WeRemember

 

FREIRAD sendet ein Sonderprogramm zum Internationalen Holocaust-Gedenktag
am 27. Jänner 2021

 


Holocaust Memorial San Francisco CC0

“Es ist geschehen, es kann also wieder geschehen”
(Primo Levi, Holocaust-Überlebender)

11:06 – 11:37  Uhr | Gedanken und Lieder zum Widerstand

13:06 – 13:37 Uhr | Gedenkstätte zu den Euthanasieopfern in der Psychiatrie Hall

14:00 – 15:00 Uhr |  … alles eine Fortsetzung von Dachau und Mauthausen?“ – Bernhard Kathan im Gespräch mit Hermann Leitner

15:00 – 16:00 Uhr | Hörspiel „Zwei Züge“ nach Carl Slotboom, gestaltet und gespielt von der Theatergruppe „WIR“ in Graz

 


 

Die Sendungen im Detail:

11:06 – 11:37  Uhr | Gedanken und Lieder zum Widerstand

Der Tag der Befreiung des Vernichtungslager Ausschwitz im Jänner 1945 durch die Truppen der roten Armee wird heute international als der Holocaust Rememberance Day begangen. Zum 75. Jahrestag der Befreiung, drei Tage nach dem Akademikerball wo sich führende Rechte jedes Jahr zu einem Vernetzungstreffen einfinden, wo Kopftuchverbote unsere Medien dominieren und Milliarden an Euros in die Antimigrationspolitik investiert werden, sollten wir uns nicht nur an den Widerstand erinnern, sondern ihn weiterdenken.

Redaktion: Lilly Payer

Eine Sendung von radio attac


13:06 – 13:37 Uhr | Gedenkstätte zu den Euthanasieopfern in der Psychiatrie Hall

„Zur Erinnerung daran, wozu wir Menschen fähig sind.“ (Gedenktext)

Am Gelände der ehemaligen Heil- und Pflegeanstalt Hall in Tirol (heute Landeskrankenhaus Hall) wurde kürzlich eine Gedenkstätte für 360 Frauen, Männer, Kinder und Jugendliche errichtet. Sie waren während des Nationalsozialismus direkt von Hall aus in die Tötungsanstalt Hartheim oder in die Heil- und Pflegeanstalt Linz-Niedernhart gebracht und dort ermordet worden.

Im Kulturgespräch bei Michael Haupt ist der Historiker und Leiter des Historischen Archivs im Landeskrankenhaus Hall, Oliver Seifert und spricht über die kürzlich eröffnete Gedenkstätte und die Verbrechen, die in Hall und weiterer Folge in Hartheim während der NS-Zeit geschahen.

Redaktion: KulturTon/Michael Haupt (FREIRAD)


14:00 – 15:00 Uhr | … alles eine Fortsetzung von Dachau und Mauthausen?“ – Bernhard Kathan im Gespräch

Der bedeutende österreichische Publizist Nikolaus Hovorka, der sich bereits 1932 als Herausgeber des Buches „Zwischenspiel Hitler“ die Nationalsozialisten zum Feind gemacht hatte, erlebte die NS-Zeit aus zwei unterschiedlichen Perspektiven: 1938 aus politischen Gründen verhaftet, war er mehr als vier Jahre lang in den Konzentrationslagern Dachau und Mauthausen interniert worden, bevor er 1942 in die Wehrmacht „entlassen“ wurde. Sowohl seine KZ-Haft als auch seine Zeit als Soldat reflektierte Hovorka in zahlreichen Briefen, deren Überlieferung als ausgesprochener Glücksfall zu betrachten ist. Dieser einzigartige Briefbestand wurde von dem Kulturhistoriker, Sozialwissenschaftler und Künstler Bernhard Kathan aufgearbeitet und wird nun erstmals der Öffentlichkeit zugänglich gemacht.

Hermann Leitner traf den Autor im FREIRAD-Studio, um über das Buch zu sprechen.

Informationen zur Publikation: www.mauthausen-memorial.org

Eine Sendung von FREIRAD/Hermann Leitner


15:00 – 16:00 Uhr | Hörspiel „Zwei Züge“ nach Carl Slotboom, gestaltet und gespielt von der Theatergruppe „WIR“ in Graz

Zwei Züge“ ist ein Hörspiel in 9 Szenen, das sich mit der Thematik des Holocausts beschäftigt.

Die Rollen und ihre Sprecherinnen und Sprecher:

Clara: Johanna Lösch
Dame: Lore Maurer
David: Ed Pöltl
Herr: Stefan Schmied
Stimme: Gerhard Weißensteiner

Regie: Irene Taucher

Aufnahme und Gestaltung: Gerhard Weißensteiner

Eine Sendung von Radio Helsinki/Sendereihe „Mit den Ohren lesen und schreiben“


Zum Holocaustgedenktag:

Am 27.1.1945 wurde das KZ Auschwitz-Birkenau von der Roten Armee befreit. Das Lager war zu diesem Zeitpunkt bereits weitgehend geräumt. Die Nazis hatten in den Tagen zuvor 60.000 Häftlinge evakuiert und in Todesmärschen Richtung Westen getrieben. Das Lager Auschwitz-Birkenau war das größte Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus, mehr als 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa wurden dorthin deportiert. Geschätzte 1,1 Millionen von ihnen wurden hier ermordet, darunter 1 Million Juden. Etwa 900.000 der Deportierten wurden direkt nach ihrer Ankunft in den Gaskammern ermordet oder erschossen. Weitere 200.000 Menschen kamen durch Krankheit, Unterernährung, schwerste Misshandlungen, medizinische Versuche oder spätere Vergasung um.

Im November 2005 hat die Generalversammlung der Vereinten Nationen den 27. Jänner zum Internationalen Holocaust-Gedenktag erklärt.

 

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