Salonfähig und normal?

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Grafik: angryfruitsalad.org © Radio Helsinki

 


„Wir sind beunruhigt über den Mangel an Wachsamkeit und Nachdenklichkeit.“
aus dem Aufruf zur Wachsamkeit: Initiative französischer Intellektueller gegen die Legitimierung der extremen Rechten, 1993

„Rechtsaußen verkauft sich besser als Sex.“ (Forschungsgruppe Ideologien und Politiken der Ungleichheit (FIPU), 2021, 9)

Die Demokratiekrise bzw die Legitimationskrise der politischen Institutionen, die in Europa in mehreren Ländern zu autoritär geprägten Regierungen geführt hat, hat rechte und rechtsextreme Positionen vielerorts normalisiert. Medien haben immer wieder zu dieser Normalisierung beigetragen, indem sie sich unkritisch mit rechtsextremen Politiker:innen auseinandergesetzt haben. Auch Berichterstattung in kritischer Absicht hat oft ihr Ziel verfehlt und zur Normalisierung von nicht-menschenrechtsorientierten Politiken geführt. Mit der Covid-19-Pandemie hat sich der öffentliche Diskurs nochmal radikalisiert.

Rechtsextreme Akteur:innen werden von verschiedenen gesellschaftlichen Feldern analysiert: Journalismus, Verfassungsschutz, Wissenschaft und zivilgesellschaftliche Akteur:innen. Diese Felder funktionieren jeweils auf spezifische Weisen. Zivilgesellschaftliche Akteur:innen liefern oft wichtige Recherchen für andere Felder, werden jedoch oft nicht als Expert:innen anerkannt.

Mit der Konferenz sollen Akteur:innen aus den Feldern des professionellen Journalismus, aus dem citizen journalism und aus der Wissenschaft zusammengebracht werden. Die jeweiligen Zugänge dieser Felder sollen auf ihre Kompatibilität mit jeweils anderen Feldern befragt werden.


Podiumsdiskussionen

Wie über Rechte berichten?
Wie Recherchen des Citizen Journalisms ihren Weg in die Medienöffentlichkeit finden.
Freitag, 24.09.2021, 19:00-21:30 Uhr (LIVE auf FREIRAD)

Radio Helsinki Funkhaus-Foyer, Schönaugasse 8, 8010 Graz

mit Judith Goetz (FIPU), Nina Horaczek (Falter), Dirk Müllner (Doku Service Steiermark), Karl Öllinger (Stoppt die Rechten), Markus Sulzbacher (Der Standard), Gerald Winter-Pölsler (Kleine Zeitung)

Moderation: Mahriah Zimmermann (prozess.report)

Die Radiomoderation beider Podiumsdiskussionen wird von Sandra Schildhauer, FREIRAD – Freies Radio Innsbruck, durchgeführt.


“Koste es, was es wolle…”
Europäische Medienpolitik im Spannungsfeld von Message Control und Informationsfreiheit.
Samstag, 25.09.2021, 19:00-21:30 Uhr (LIVE auf FREIRAD)
Radio Helsinki Funkhaus-Foyer, Schönaugasse 8, 8010 Graz

mit Eva Blimlinger (Die Grünen), Ivan Koruza (Radio Študent Ljubljana, RTV), Amar Rajković (biber), Natascha Strobl (#NatsAnalyse), Lea Susemichel (an.schläge), Györgyi Germán (Tilos Rádió, Budapest), Ulli Weish (Orange 94.0)

Moderation: Sarah Emler (ORF, Orange 94.0)


Zusätzlich soll mit einem Workshop-Programm vorrangig Interessierten aus dem Feld des citizen journalism (wie er für Freie Medien bzw Community-Medien typisch ist) ein Handwerkszeug geliefert werden, mit dem sie ihren Content qualitativ verbessern bzw dessen Verbreitung optimieren können.

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