Diese Sendung ist seit dem 02. Juli 2020 im Programmschema
und läuft monatlich am 1. Donnerstag von 19:00 bis 20:00
und monatlich am 3. Donnerstag von 19:00 bis 20:00
und als Wiederholung monatlich am 2. Dienstag von 11:06 bis 12:00
und als Wiederholung monatlich am 4. Dienstag von 11:06 bis 12:00


Literaturhaus: im Ohr - die Sendung zum Nachhören


Das Literaturhaus am Inn veranstaltet ca. vier Lesungen bei freiem Eintritt im Monat. Diese Lesungen wurden bisher zu rein dokumentarischen Zwecken aufgezeichnet. Da sich viele der Lesungen/Veranstaltungen durch große Aktualität sowohl im literarischen wie auch im kulturpolitischen Sinne auszeichnen, möchten wir diese einem größeren Publikumskreis zugänglich machen.




MacherIn: Verena Gollner


Speziell zur Sendung am
Donnerstag, den 19. November 2020
:

11.06 Uhr

Ein Porträt über Rose Ausländer - gestaltet von C.W. Bauer

Rose Ausländer wurde 1901 in Czernowitz als Rose Scherzer geboren. Sie entstammte einer weltoffenen, liberal-jüdischen Familie, in der jedoch die wichtigsten Regeln der jüdischen Tradition bewahrt wurden. Schon früh fühlte sie sich der Literatur verbunden, das eigene Schreiben und Dichten nahm jedoch erst während der zwanziger Jahre einen wesentlichen Platz in ihrem Leben ein.

In der Zwischenzeit in die USA emigriert, kehrte sie 1931 aufgrund familiärer Umstände nach Czernowitz zurück, wo sie als Lyrikerin, Journalistin, Übersetzerin und Englischlehrerin tätig war. Nach den Jahren der Zwangsarbeit im Ghetto (1941?1944) übersiedelte sie wiederum in die USA. Nach einem überaus bewegten und durch viele Reisen geprägtes Leben verbrachte sie ihre letzten Jahre im Altenheim der jüdischen Gemeinde in Düsseldorf. Mehr als zwanzig Gedichtbände liegen heute von ihr vor, u.a. Hügel aus Äther unwiderruflich; Im Aschenregen die Spur deines Namens; Mutterland/Einverständnis (alle: S. Fischer Verlag). 1977 erhielt sie den Ida-Dehmel-Preis der GEDOK. Gryphius-Preis, 1980 wurde ihr die Roswitha-Medaille Bad Gandersheim zuerkannt.

Christoph W. Bauer, geboren 1968, lebt in Innsbruck. Schreibt Lyrik, Prosa, Dramatik, Hörspiel, Essay. Texte für Kinder und Jugendliche. Libretti, Liedertexte, Kooperationen mit Musikern. Herausgeber und Betreuer diverser Anthologieprojekte. Konzeption des Literaturteils im Gaismair-Jahrbuch. Leiter von Schreibwerkstätten für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Referent an der Pädagogischen Hochschule und am Institut für Sprachkunst Wien.

Zahlreiche Preise und Auszeichnungen, zuletzt Tiroler Landespreis für Kunst, outstanding artist award (beide 2015). Zuletzt erschienen: stromern. Gedichte (haymonverlag 2016)

www.cewebe.com





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