Diese Sendung ist seit dem 03. August 2009 im Programmschema
und läuft monatlich am 1. Montag von 11:06 bis 12:00
und als Wiederholung monatlich am 3. Mittwoch von 21:00 bis 22:00


Büchs'n'Radio
Kunst, Gesellschaft, Perspektiven

Büchs'n'Radio ist eine Sendung, die aktuelle Themen zu Kunst und Gesellschaft vorstellt und diskutiert. Kunst wird dabei als eine spezifische Form von Wissensproduktion begriffen, die von ästhetischen Diskursen und Politiken des Blicks ausgehend, das Potenzial besitzt, in Interaktion mit anderen Wissensfeldern unkonventionelle Sichten auf unsere Welt zu liefern. Im Rahmen der Sendung kommen KünstlerInnen zu Wort, deren Arbeiten und Praktiken gesellschaftlich relevante Themen aufgreifen, aber auch andere Fachleute und Akteure des kulturellen Lebens. Die Formate der Sendung werden dem jeweiligen Inhalt angepasst: Talk-, Musik-, sprachperformative und kunstradiofonische Formate wechseln einander ab oder mixen sich zusammen zu Radiohybriden.

Die Sendung wird von Andrei Siclodi in Zusammenarbeit mit dem Künstlerhaus Büchsenhausen in Innsbruck und den TeilnehmerInnen am dort stattfindenden Internationalen Fellowship-Programm für Kunst und Theorie gestaltet.



MacherIn: Andrei Siclodi


Speziell zur Sendung am
Mittwoch, den 18. November 2020
:

Die Ökonomische Bedeutung der Kulturwirtschaft und ihre Betroffenheit in
der COVID-19-Krise

Eine Sendung in Zusammenarbeit mit dem Wirtschaftsforscher Oliver FRITZ (WIFO) und der Innsbrucker BATTLEGROUP FOR ART.

 

Im Mittelpunkt der Sendung steht ein Vortrag des Wirtschaftsforschers Oliver Fritz über die Auswirkungen der Corona-Krise auf den Kunst- und Kultursektor in Österreich. Am 19. Oktober 2020 präsentierte Oliver Fritz im Rahmen einer Arbeitskonferenz der Innsbrucker Battlegroup for Art mit den Vertreter:innen der Kulturpolitik und Kulturverwaltung der Stadt Innsbruck eine diesbezügliche Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts. Die Arbeitskonferenz fand zum Thema Kunst und Kultur in und nach der COVID-Krise statt.

Die Studie, die im Frühjahr 2020 im Auftrag der damaligen Kulturstaatssekretärin Ulrike Lunacek durchgeführt und bereits Ende Juni vorgestellt wurde, quantifiziert die direkten und indirekten Wertschöpfungseffekte des Kultursektors in Österreich sowie die durch die COVID-Krise zu erwartenden Schäden. Darin schätzen die WIFO-Forscher:innen die jährlichen Wertschöpfungseffekte des Sektors auf etwa 9,8 Mrd. Euro, die Schäden durch die Corona-Pandemie beziffern sie mit 1,5 bis 2 Mrd. Euro, also mit bis zu einem Viertel der Gesamtleistung.

Die Studie empfiehlt unter anderem eine Stärkung der Planungssicherheit beim "Wiederhochfahren" sowie eine Differenzierung der Maßnahmen bei den Hilfsleistungen.

Langfristige Empfehlungen der Studie beziehen sich unter anderem auf die Gefahr einer "Zweiklassengesellschaft" in der Kultur sowie auf den Mangel an verwertbaren Daten-Grundlagen in diesem Bereich.

Die gesamte Studie über die ökonomische Bedeutung der Kulturwirtschaft in Österreich und ihre Betroffenheit in der COVID-Krise kann von der Website des Ministeriums für Kunst, Kultur, öffentlichen Dienst und Sport www.bmkoes.gv.at frei gedownloadet werden.

 

Dr. Oliver Fritz studierte Volkswirtschaftslehre in Österreich und den USA und ist als wissenschaftlicher Referent am Österreichischen Institut für Wirtschaftsforschung tätig. Seine Forschungsgebiete umfassen ökonomische Wirkungsanalysen sowie den Tourismus.

Die Battlegroup for Art ist ein Netzwerk verschiedenster in Innsbruck tätiger Interessensvertretungen, Plattformen und Zusammenschlüsse aus dem Bereich der zeitgenössischen Kunst und Kultur. Ein Ziel des Netzwerks ist es, den Dialog zwischen Künstler:innen, Kulturaktivist:innen und Kulturorganisationen der Stadt zu stärken und Anliegen aus der freien Szene den jeweiligen politischen Vertreter:innen vorzubringen und gemeinsam nach Lösungsstrategien zu suchen.

 

 





www.buchsenhausen.at

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