kinovi[sie]on – URMILA – FÜR DIE FREIHEIT

Share

kinovi[sie]on am 08.01. um 19 Uhr im Cinematograph: Urmila - Für die Freiheit


URMILA – MY MEMORY IS MY POWER

URMILA – FÜR DIE FREIHEIT
Regie: Susan Gluth
OmU

Susan Gluth begleitet in ihrem Dokumentarfilm die nepalesische Men­­schenrechtsaktivistin Urmila Chaudhary und beschreibt – abseits touristischer Trekking- und Expeditionspfade – eine eher unbekannte, dunkle Seite Nepals: das Kamalari-System, eine Art Leibeigenschaft.

Urmila Chaudhary war 6 Jahre jung als sie von ihrer Familie als Haus­­­haltssklavin, als so genannte „Kamalari” oder „Kamaiya”, an einen wohlhabenden Mann nach Kathmandu verkauft wurde. Nach 12 Jahren gelang ihr die Befreiung. Insbesondere Angehörige der ethnischen Minderheit der Tharu im Südwesten Nepals sind – aus wirtschaftlicher Not heraus – von dieser Form des Menschenhandels betroffen. Die minderjährigen Mädchen müssen hart arbeiten, haben selten Zugang zu Bildung und werden oft gedemütigt und missbraucht.

Die Heldin des Films URMILA – MY MEMORY IS MY POWER ist die mutige und charismatische Urmila. Mittlerweile ist sie 25 Jahre alt und engagiert sich in der Organisation „Freed Kamalari Development Forum” (FKDF). Gemeinsam mit ihren Mitstreiterinnen kämpft sie gegen diese moderne Form der Sklaverei, setzt sich für die Befreiung junger Frauen ein und hält Vorträge bei internationalen Menschen­rechtskonferenzen.

Filmemacherin Susan Gluth verzichtet „auf künstliche Drama­tisie­rung und spart bewusst auch die Darstellung der Sklavenarbeit selbst aus, die nur im Rahmen eines von den Ex-Kamalaris gespielten Auf­klärungstheaterstücks einfließt. Das gibt ein emphatisches, aber auch selbstbewusst fragmentarisches Porträt, das – sehr gelungen – weniger auf die Ver­mittlung von Informa­tionen als auf Über­zeugung durch Atmo­sphäre setzt.” (Silvia Hallensleben) URMILA – MY MEMORY IS MY POWER ist „ein von Sympathie und Bewunderung getragenes Porträt einer modernen Heldin” (Filmdienst) und „einer unbeugsamen Frei­heitskämpferin” (Deutschlandfunk).

Deutschland/Nepal/Norwegen 2016; Regie: Susan Gluth; Buch: Susan Gluth, Silke C. Schultz, Kristl Filippi; Kamera: Susan Gluth; Schnitt: Xavier Box, Su­san Gluth; Ton: Benjamin Simon, Ulla Kösterke; Musik: Dominic Miller, Ha­gay Sofer, Christian Conrad; Mitwirkende/Darsteller_innen: Urmila Chaud­hary, Phulpat Chaudhary, Khalsi Chaudhary, Olga Murray u.a.; (DCP; Farbe; 1:1,85; 87min; ORIGINALFASSUNG – in Nepali & Englisch – MIT DEUT­SCHEN UNTERTITELN).

Quelle: kinovi[sie]on – Leokino Cinematograph
Infos unter: kinovi[sie]on

Dieser Beitrag wurde unter Feminismus, Kunst/Kultur veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Die Kommentarfunktion ist geschlossen.