Die [un]sichtbare Arbeit. Österreichpremiere am 18.4.2012, um 18 Uhr im Innsbrucker Leokino

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Zur Geschichte der psychiatrischen Pflege im historischen Tirol von 1830 bis zur Gegenwart

 

DIE [UN]SICHTBARE ARBEIT erzählt die Geschichte der Psychiatrie im Raum des „historischen Tirol” von 1830 bis zur Gegenwart. Er zeigt diese aus der Perspektive der psychiatrischen Pflege. Pfleger und Pflegerinnen sind bislang nur selten als ProtagonistInnen der Psychiatriegeschichte oder als GestalterInnen der Gegenwart psychiatrischer Landschaften in den Blick gelangt. Der Film dokumentiert den Wandel des Berufsbildes vom Irrenwärter, der Irrenwärterin zu den diplomierten beziehungsweise akademischen Gesundheits- und KrankenpflegerInnen, zeigt die frühe Irrenpflege als Geschichte der unteren Klassen und der sogenannten „dienenden Schichten”. Die Dokumentation behandelt das schwierige Verhältnis von Zwang und Fürsorge, thematisiert einzelne Aspekte der Involvierung der Berufsgruppe in die Herrschaftsgeschichte der Psychiatrie ebenso wie ihren Anteil an deren Transformation bis heute.

 

Ehemalige Pflegerinnen aus dem Psychiatrischen Krankenhaus Hall, der psychiatrischen Universitätsklinik Innsbruck, der Anstalt Pergine im Trentino und dem Stadlhof südlich von Bozen, als lange einziger Einrichtung psychiatrischer Pflege in Südtirol, kommen zu Wort. Die Produktion stützt sich auf überlieferte Fotos, Karten, Pläne, Aktenmaterialien, Zeitschriften sowie Illustrationen und Interviews.
DIE [UN]SICHTBARE ARBEIT ist entstanden im Rahmen des Interreg IV Projekts „Psychiatrische Landschaften – psichiatria confini” an der Universität Innsbruck (Institut für Geschichtswissenschaften & Europäische Ethnologie und Institut für Erziehungswissenschaft).

 

A/I 2012; Regie, Schnitt, Produktion: Niko Hofinger; Buch: Niko Hofinger, Michaela Ralser, Renate Fuchs, Sabine Mirrione; Kamera: Victor Kössl; Illustrationen: ian.sand; Musik: Paul Winter; Sprecherin: Brita Bauer; (DCP; Farbe; 62min; deutsche ORIGINALFASSUNG).

 

Vor dem Film: Vorstellung des Buches „Psychiatrische Landschaften”

 

Nach der Filmvorführung: Gespräch mit den FilmemacherInnen und AutorInnen.

und am Freitag, 20.4. um 19h im Freifenster auf Freirad 105,9.

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