Weltflüchtlingstag am 20. Juni 2013

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Jede Minute verlassen acht Menschen ihre Heimat – auf der Flucht vor Krieg, Verfolgung und Terror. Insgesamt waren im vergangenen Jahr 42,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Auf das Schicksal der Vertriebenen macht der Weltflüchtlingstag jedes Jahr am 20. Juni aufmerksam.“ (Bundeszentrale für Politische Bildung Juni 2012, http://www.bpb.de/politik/hintergrund-aktuell/138716/weltfluechtlingstag)

„Fast 20.000 Menschen starben in den letzten 20 Jahren an Europas Außengrenzen. Die Öffentlichkeit drückt dabei beide Augen zu. Meist sind es Zweizeiler in der Zeitung oder im Radio, die berichten, dass wieder ein Schiff mit Flüchtlingen im Mittelmeer gesunken ist. Die Nachrichten sind schnell vergessen und das Sterben geht weiter.“ (Plattform Bleiberecht 2013, http://www.plattform-bleiberecht.at/)

Wir möchten auf die folgenden Veranstaltungen am Donnerstag, dem 20. Juni, in Innsbruck hinweisen:

14-17 Uhr am Franziskanerplatz: Ab 14 Uhr gibt es einen Infostand, Theater & Rap (15 Uhr) mit Kunstkollektiv Arterie, frontexwatch-Sendungen, Redebeiträge, offenes Mikro sowie Essen & Trinken!
17:00 Uhr Franziskanerplatz: Umbrella March: Demonstration für Flüchtlingsschutz in Österreich/EU durch die Innsbrucker Innenstadt. Regenschirme mitbringen! (Initiative Bleiberecht)
19.00 Uhr Kapuzinerkirche, Kaiserjägerstraße (gegenüber Schubhaft): „Sterben auf dem Weg der Hoffnung“ – Ökumenischer Gottesdienst für auf der Flucht verstorbene Flüchtlinge (verschiedene christliche Organisationen)

Außerdem widmet FREIRAD 105,9 dem Weltflüchtlingstag am 20. Juni ein Radio-Sonderprogramm mit thematischen Beiträgen:

9.00-10.00

1. We demand our rights, 29. Jan. 2013

Am 24. November 2012 traten Asylsuchende und Flüchtlinge einen 35 km langen Protestfußmarsch von Traiskirchen nach Wien an. Sie marschierten von der sogenannten „Erstaufnahmestelle Ost“ bis zum Sigmund-Freud-Park zwischen der Universität Wien und der Votivkirche. Dort schlugen sie ein Lager auf, um auf ihre politischen Anliegen aufmerksam zu machen und für sich selbst zu sprechen. Mitte Dezember suchten die Refugees nach wiederholten Besuchen der Polizei Schutz in der benachbarten Votivkirche.

Ein Beitrag über 2 Monate selbstorganisierten Protest, über die Forderungen an die Politik, über Solidarisierung und Protestkundgebungen in Linz und darüber, wie die Bewegung weiter unterstützt werden kann. We will rise!

FROzine, Radio FRO 105,0, Redaktion: Veronika Moser, http://cba.fro.at/105244

2. Berichterstattung über die Soli-Demo in Innsbruck am 17.01.2013

Am Donnerstag, den 17. Jänner 2013 versammelten sich um 17 Uhr weit über 100 Menschen vor der Innsbrucker Annasäule, um ihre Solidarität mit den Flüchtlingsprotesten in der Wiener Votivkirche und auf der ganzen Welt zu zeigen.

Sondersendung, FREIRAD 105,9, Redaktion: Sonia Melo, http://cba.fro.at/104977

3. Berliner Runde: Flüchtlingsstreik in Berlin, 4. Okt. 2013

Der sogenannte Flüchtlingsmarsch aus Würzburg kommt morgen in Berlin an. Und auch in Berlin gibt es seit Wochen einen Flüchtlingsstreik. Wir haben mit Aras, einem der Streikenden, auf dem Heinrichplatz gesprochen. Dort campieren seit einigen Tagen mehrer Flüchtlinge aus Protest gegen die deutsche Flüchtlingspolitik.

Berliner Runde: Beiträge, Pi Radio, Redaktion: Radia Obskura, http://cba.fro.at/106306

 

10.00-11.00

1. FRONTEX WATCH – revisited

Mehrere Beiträge des Radio-Projektes FRONTEX WATCH, das im Herbst 2012 abgeschlossen wurde. An Aktualität hat es leider keinen Deut eingebüßt. Redaktion: Elfi Oblasser, Hardy Ess. Alle Sendungen können unter http://cba.fro.at/series/1365 nachgehört werden.

2. Ein zugenähter Mund bringt Probleme zur Sprache- Schauplatz: Asylheim Felsenkeller, 22. Mai 2013

„Im Asylheim Felsenkeller ist was passiert“. Diesen Anruf erhielt Angelika Hödl am Montag den 13.5 von einer Mitarbeiterin des Vereins Vobis. Gemeinsam mit Ghulam Mohsenzada vom afghanischen Kulturverein AVESTA machten wir uns auf den Weg nach Stein im Jauntal um uns selbst ein Bild über die dort herrschende Situation zu machen. Die Journalistin Elisabeth Steiner von „Der Standard“ schloss sich uns an. 16 afghanische Asylwerber warteten schon auf uns, bereit zu reden und für ihre Rechte einzutreten. Ausschlaggebend für dieses Treffen war die Handlung von Salem N. Seiner Meinung nach gibt es Missstände in der Unterkunft. Aus Protest dagegen hatte er sich den Mund zugenäht.

Forum Diversität, Radio Agora, Redaktion: Angelika Hödl, Hannah Schindler, http://cba.fro.at/110523

 

12.00 – 13.00

Talking with: Joseph Oyiboka, 6. Mai 2013

Joseph Oyiboka kommt aus Nigeria, Delta State. Joseph verkauft Zeitschriften in Graz und er möchte eine Ausbildung beginnen, entweder beim Roten Kreuz oder als Sozialarbeiter. Vorher muss er den Ausgang seines Asylverfahrens abwarten.Wir sprechen über seine Kindheit in Nigeria, die Konflikte im größten schwarzen Staat der Welt und warum Erdöl kein Segen für die meisten Menschen ist.

Joseph Oyiboka originates from Delta State, Nigeria. In Austria he is selling magazines, but Jospeh wants to get educated to become an employee at Red Cross or even socialworker. Before achieving his goal, he has to pass the legal procedure for his asylum applicant. We are speaking about his childhood in Nigeria, the conflicts in the world’s largest black Nation and why oil is not really bringing wealth to the people of Nigeria.

COCOYOC, Radio Helsinki, Redaktion: Walther Moser, http://cba.fro.at/109706

 

13.06 -14.00

Protestierende Refugees nun im Servitenkloster: Pressekonferenz von Refugee, Kirche und Caritas am 4. März 2013

Am 3. März übersiedelten die protestierenden Refugees von der Votivkirche in das ehemalige Servitenkloster. Ihr neues Heim solle kein kleines Traiskirchen sein, sie wollen nicht auf Dauer dort bleiben, sondern einen weiteren Schritt in Richtung einer Lösung ihrer Probleme setzen, erklärten die Schutzsuchenden bei einer gemeinsam mit Erzdiözese und Caritas veranstalteten Pressekonferenz am 4. März.
Ein Platz am Podium blieb heute leer: jener von Shahjahan Khan, der am 28. Feber in Schubhaft genommen wurde.

Orange 94,0, Redaktion: Gerhard Kettler, http://cba.fro.at/106864

 

15.00-16.00

Deine Schönheit ist nichts wert”, 6. April 2013

Veysel (12) halb Kurde, halb Türke, ist mit seiner Familie aus der Türkei nach Österreich geflüchtet und lebt seit wenigen Monaten in Wien. In der Schule ist der schüchterne Junge ein Außenseiter und aufgrund seiner mangelnden Sprachkenntnisse ein Problemschüler. Zuhause lehnt sich sein älterer Bruder Mazlum (18) gegen den Vater auf, der als kurdischer Freiheitskämpfer jahrelang in den türkischen Bergen verbracht hat und somit aus Mazlums Sicht die Familie im Stich gelassen hat. Deine Schönheit ist nichts wert … ist der Abschlussfilm des talentierten Deutsch-Austro-Kurden Hüseyin Tabak … ein vielversprechendes Langfilm-Debüt, das einen Blick hinter die Kulissen der Asyl- und Gastarbeiter-Welt gibt … mehr davon!

der wiener salon on air, Orange 94,0, Redaktion Christine Reiterer, Tontechnik: Herbert Gnauer, http://cba.fro.at/108264

 

16.06-17.00

Videowegweiser_in für Flüchtlinge der Plattform Rechtsberatung – in Audio

Am 14. Juni präsentierte die Plattform Rechtsberatung ein Videoprojekt, das kürzlich (vorerst) abgeschlossen wurde. Das Video informiert über Rechte und Pflichten von AsylwerberInnen in Österreich. In kurzen Kaipteln werden die Rechte, Pflichten, sowie der Ablauf des Verfahrens auf Internationalen Schutz beschrieben. Das Video soll es AsylwerberInnen ermöglichen, sich selbstständig über ihre Rechte und Pflichten zu informieren. Nähere Infos: http://www.plattform-rechtsberatung.at

 

17.00-18.00

Sendung Haus Noah Vandans, 02. Juni 2013

Österreichische Medien berichten laufend über Asylwerber im Zusammenhang mit schleppenden Asylverfahren und mangelnden Beschäftigungsmöglichkeiten. Diesen Sommer drehen 13 jugendliche Flüchtlinge der Caritas-Wohngemeinschaft „Haus Noah“ im Montafon (Vorarlberg) den Spieß um – sie machen selbst Medien. Mehrere, über den Sommer 2013 verteilte Radio-, Video- und Blogworkshops ermöglichen es den Jugendlichen, von und mit Experten zu lernen.

Am 2. Juni 2013 gestalteten die Jugendlichen schließlich in Dornbirn ihre erste eigene Radio-Sendung, live zu hören von 11 bis 12 Uhr im Vorarlberger Freien Radio PROTON. Mit der Unterstützung von Oliver Jagosch (Freier Radiomacher aus Linz) und Michael Gams produzierten sie am Tag zuvor mehrere Radio-Beiträge über ihr Leben im Haus Noah. Darin erzählen sie vom frühen Aufstehen, sprechen über Basketball, oder über die Spielregeln beim Cricket, nehmen Beatbox-Sequenzen für die Live-Sendung auf und spielen Gitarre vor dem Aufnahmegerät. Live im Studio singen Belal und Haroon ein selbst geschriebenes Lied auf Paschtunisch. Voller Euphorie und Stolz fragen alle dreizehn Jungs im Anschluss an die Sendung: „Wann gibt’s den nächsten Workshop?“ Das nächste Workshop-Wochenende findet Mitte Juni statt. Dann drehen sie Videos, schneiden sie unter Anleitung selbst und berichten voraussichtlich über einen Jugendbeteiligungstag im Montafon.

http://www.radioproton.at/index.php/sondersendungen.html

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