16. Oktober: Welternährungstag

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Der Welternährungstag oder Welthungertag findet seit 1979 jedes Jahr am 16. Oktober statt und soll darauf aufmerksam machen, dass weltweit über eine Milliarde Menschen an Hunger leiden.

FREIRAD widmet diesem Thema heute einige Stunden Sonderprogramm.

Die Sendungen im Überblick:

9:00 bis 10:00
Es ist ein Skandal, was wir auf unsere Teller bekommen
Wie wir von Astrid Österreicher in einem Themenabend der Solidarwerkstatt hören werden, steht nicht das Produzieren von hochwertigen und frischen Lebensmitteln zur Regionalen Ernährung der Menschheit von einer immer höher gezüchteten Industriellen Landwirtschaft im Mittelpunkt. Durch die von Konzernmacht beeinflusste Politik ist es erst möglich geworden, dass die landwirtschaftliche Produktion zu einer exportorientierten Industrie geworden ist, in welcher durch Profitgier und Gewinnmaximierung unwiederbringliche Verwerfungen und Folgeerscheinungen wie Bauernsterben, Bodenerosion, Landraub, Monokulturelle Anbaupolitik, Klimawandel, Gentechnik, sowie Arteneinfalt den Konsument_innen zugemutet werden. Damit wird langfristig die existenzielle Basis eines menschlichen Lebens auf diesem Planeten, die pflanzliche und tierische Artenvielfalt einer Gleichförmigkeit geopfert. Damit wird die Versorgungssicherheit einer regionalen biodynamischen Landwirtschaft dem Gewinnstreben weniger Konzerne und den Preisschwankungen an Börsen gehandelter Produkte unterworfen. Das Resultat sind Hunger und Armut in weiten Teilen der Welt, minderwertige Lebensmittel in allen Teilen der Welt und großräumige Zerstörung der Lebensräume und Artenvielfalt auf diesem Planeten.

Redakteur: Rudolf Schober
Sendereihe: Werkstatt-Radio, Radio FRO, Linz
Produktionsdatum: 14.05.2014
nachhören: cba.fro.at/259428

12:00 bis 13:40
Nachhaltiger Konsum – Wahrheit – Lüge – Selbstbetrug?
Ist „Öko“ besser als „Bio“, saisonal und regional produzierte Ware besser als „fair“ hergestellte Produkte? Wie viel bringt der Kauf von energieeffizienten Produkten wirklich? Welche Widersprüche des Konsumierens sind überhaupt in unserem derzeitigen Wirtschafts- und Gesellschaftssystem enthalten, wie sie etwa im geplanten Verschleiß von Produkten sichtbar werden? Im Rahmen eines Vortrags von Prof. Dr. Renate Hübner werden Praktiken rund um „Nachhaltigen Konsum“ vorgestellt, die damit verbundenen Dilemmata herausgearbeitet sowie mögliche Auswege aufgezeigt und zur Diskussion gestellt.
Univ. Prof. Mag. Dr. Renate Hübner, Assistenzprofessorin an der Alpen-Adria-Universität in Klagenfurt, tätig am Institut für Interventionsforschung und Kulturelle Nachhaltigkeit. Forschungsschwerpunkte sind die Implementierung von Nachhaltigkeit in Praxissystemen sowie ein nachhaltigerer Umgang mit materiellen Gütern, insbesondere die Weiter- und Wiedernutzung von Gütern unter Einbeziehung technischer, ökologischer, sozial-psychologischer und rechtlicher Aspekte.

Redakteur: Dr. Bernd Schweeger
Sendereihe: OpenUp, orange 94.0, Wien
Produktionsdatum: 17.07.2014
nachhören: cba.fro.at/264210

13:06 bis 14:00
Europe on Air: Agri-KULTUR statt Land-WIRTSCHAFT
Kultur (zu lateinisch cultura „Bearbeitung, Pflege, Ackerbau“) ist im weitesten Sinne alles, was der Mensch selbst gestaltend hervorbringt. So steht es geschrieben in der Wikipedia und DIE muss es ja wissen. Das Ende dieser Definition ist es, worauf es uns in diesem Feature ankommt. „Kultur ist selbst gestaltet“ und das gilt auch für die Agrikultur.
Anstatt darauf zu warten, dass die Politik die Probleme der Landwirtschaft für uns löst machen sich immer mehr Menschen zwischen Lissabon und Helsinki dazu auf sich die Agrikultur zurück zu holen. Gemeinsam bauen sie eine Solidarische Landwirtschaft von unten auf und schaffen Ernährungssouveränität für sich und ihre Genoss_innen.

Redakteur: Fabian
Sendereihe: Europe on Air, Radio Dreyeckland Freiburg
Produktionsdatum: 07.04.2014
nachhören: www.freie-radios.net/63084

20:00 bis 21:00
Urban Gardening
Die Haupterntezeit in der Tiroler Landwirtschaft ist in vollem Gang. Nicht nur auf den Feldern der großen Gemüsebauern sondern auch in den Gemeinschaftsgärten werden die Früchte der Arbeit geerntet. Angelika Johnston hat zum grünen Thema der Urbanen Landwirtschaft oder etwas moderner dem Urban Gardening recherchiert. Neben der gesunden Ernährung, Trends im Essverhalten, dem Anbau von Nahrungsmitteln geht es auch um die Zusammenarbeit und die Kommunikation innerhalb einer Gartengemeinschaft. Mögliche Konfliktpotentiale, aber auch der soziale Gewinn werden thematisiert. Der Gemeinschaftsgarten als Treffpunkt, aber auch als Lernort.

Redakteurin: Angelika Johnston
Sendereihe: Ethnoskop, FREIRAD – Freies Radio Innsbruck
Produktionsdatum: 28.08.2014
nachhören: cba.fro.at/269771

22:00 bis 23:00
Nyéléni Austria – Widerstand ist fruchtbar!
Weltweit organisieren sich Menschen, um die Kontrolle über ihre Ernährungs- und Agrarsysteme zurückzugewinnen, kurz gesagt um Ernährungssouveränität zu verwirklichen. Die große Vielfalt an Initiativen und Aktivitäten rund um Ernährungsouveranität zeigt, dass die Bewegung auch in Österreich wächst. Das Ziel ist es, die sozialen und ökologischen Bedingungen, unter denen Lebensmittel produziert, verteilt und konsumiert werden, zu verbessern und demokratisch darüber zu entscheiden. In Österreich werden von 13. bis 17. April 2014 viele der Initiativen zusammenkommen, um gemeinsam einen weiteren Sprung vorwärts zu machen in der Verwirklichung dessen, was uns Verfassungen und Menschenrechte schon längst zusichern: Das Recht aller Völker, Länder und Ländergruppen, ihre Landwirtschafts- und Ernährungspolitik selbst zu definieren.
Dazu wird im Studio Josef Obermoser zu Gast sein, unsere Ansprechperson für den Nyeleni-Prozess in der Steiermark. Per Telefon sprechen wir mit Ulli Klein, die in der Südsteiermark auf einem Bauernhof Gemüse produziert und mit zahlreichen Abnehmer_innen bereits Alternativen lebt, die in Richtung Ernährungssouveränität weisen.

Redakteur: René Schuster
Sendereihe: in Graz verstrickt, Radio Helsinki, Graz
Produktionsdatum: 29.01.2014
nachhören: cba.fro.at/253520

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