
Die 48. Innsbrucker Wochenendgespräche gehen mit der Autorin Carolina Schutti und ihrer brillanten Moderation dem Thema „Fernweh“ nach.
Das Fernweh der einen ist der Overtourism der anderen, was gerade in einer Region wie Tirol immer schmerzlicher spürbar wird, wo mit der Generierung und Inszenierung touristischer Sehnsüchte viel Geld verdient wird. So werden in den Diskussionen zum Thema „Fernweh“ auch die Schattenseiten beleuchtet und die weniger romantischen Aspekte zur Sprache kommen.
Heuer hat es leider gleich zwei kurzfristige, krankheitsbedingte Absagen gegeben:
Sowohl Alex Capus als auch Dietmar Krug war es Anfang Mai nicht möglich, nach Innsbruck zu kommen, dafür konnte die Tiroler Poetin und Liedermacherin Julia Costa kurzfristig zum Einspringen motiviert werden. Dieses Jahr waren statt wie üblich 10 also 9 Autor*innen, die sich bei den Wochenend-Gesprächen zusammengefunden haben.
Herzlicher Dank geht an Birgit Holzner und Joe Rabl (Organisation) für die freundliche Erlaubnis zur Übernahme ihrer Aufnahmen und an Sunny Rabl für ihre professionelle An- und Abmoderation sowie ihre Kurzinterviews mit einzelnen Autor*innen!
Sendungsverantwortliche: Leonie Drechsel
Innsbrucker Wochenendegespräche mit Julia Costa, Carolin Würfel und Anna Rottensteiner
1. Episode – Gespräch vom Freitagvormittag, 08.05. mit..
.. Julia Costa – geboren in Innsbruck, lebte über zwanzig Jahre lang in der Schweiz und seit 2017 wieder in Innsbruck. Sie schreibt lyrische Texte und Gedichte und verfasst Lieder, die sie auf der Gitarre spielt und auf Schweizerdeutsch singt. Ihr Lyrikdebüt, das Langgedicht „hier“, ist 2023 bei der edition keiper erschienen, das Solo-Album „Novemberkind“ 2019.
.. Carolin Würfel – in Leipzig geboren, Studium der Geschichte und Publizistik in Berlin und Istanbul, lebt derzeit als freie Autorin und Journalistin in Istanbul. Ihr aktueller Roman „Zuhause ist das Wetter unzuverlässig“, 2025 bei Hanser Berlin erschienen: Darin geht es um die Frage, ob wir wirklich frei sein können. Die Autorin verknüpft den Wunsch der Ich-Erzählerin, allen Erwartungen in einer neuen Stadt am Meer zu entkommen, mit dem Leben der Frauen ihrer Familie der letzten drei Generationen, die mit ihrem Erdulden, ihrem Hadern und ihrem Widerstand Muster in ihrem eigenen Leben hinterlassen haben.
.. Anna Rottensteiner – geboren in Bozen, Südtirol/Ialien, Studium der Germanistik und Slawistik in Innsbruck. Von 2003 – 2023 Lektorin und Leiterin des Literaturhaus am Inn.
Ihr aktueller Roman „Mutterbande“ ist 2025 in der edition laurin erschienen.
Bei den Wochenendgesprächen hat Anna Rottensteiner aus dem im Herbst 2026 erscheinenden Prosa- und Lyrikband „Tourismus Triptychon“, den sie gemeinsam mit der Lyrikerin Susanne Gurschler bei der edition laurin herausgeben wird, vorgelesen.
.. Moderation: Autorin Carolina Schutti – lebt in ihrem Geburtsort Innsbruck. Nach ihrem Germanistik-, Anglistik- und Amerikanistikstudium (und dem der Konzertgitarre) u.a. Mitarbeiterin im Literaturhaus am Inn.
Ihr letzter Roman „Meeresbrise“ ist 2023 im Droschl-Verlag erschienen.
Bei den Wochenendgesprächen hat Carolina Schutti aus ihrem voraussichtlich heuer im Oktober bei Droschl erscheinenden Roman „Relative Ruhe“ – Eine Annäherung – vorgelesen. Darin sucht ein Ich in einem beliebten Naherholungsgebiet nach Spuren, die diesen Ort als historisch belastet ausweisen.
Ausführliche Informationen, auch über die Autor*innen und ihre Bücher:
https://www.wochenendgespraeche.at/2026/programm.html
An- und Abmoderation, Kurzinterviews: Sunny Rabl
Sendungsverantwortliche: Leonie Drechsel
Noch mehr Infos zur Veranstaltungsreihe findet ihr hier:
https://www.wochenendgespraeche.at/2026/
Programmdetails findet ihr hier:
https://www.wochenendgespraeche.at/2026/programm.html
Die Innsbrucker Wochenendgespräche sind eine Literaturveranstaltung, die sich in ihrer Konzeption deutlich von anderen Literatur-Festivals unterscheidet, kein Wettbewerb, kein „Event“: Eine Gruppe von jeweils 10 Autor*innen ist eingeladen zu Gesprächen, Lesungen und zum Gedankenaustausch über ein literarisches Thema – vor Publikum.
Von der Schriftstellerin und Literaturkritikerin Ingeborg Teuffenbach 1977 als eine Art Werkstattgespräch für Autor*innen ins Leben gerufen, wurden sie nach dem Tod der Gründerin 1993–2002 von Gertrud Spat, 2003–2012 von Gisela Holzner und 2013–2014 von Birgit Holzner und Gabriele Wild weitergeführt.
Das künstlerische Programm dieses literarischen Treffens ist einmalig und hat sich nun seit mehr als 40 Jahren bewährt. Stand ursprünglich die Begegnung der Teilnehmer*innen im Vordergrund, so ist die Ausrichtung der Wochenendgespräche seit 2003 erklärtermaßen öffentlich.
Seit 2015 werden die Innsbrucker Wochenendgespräche von Birgit Holzner und Joe Rabl organisiert.
Sondersendereihe
Bei den 48. Innsbrucker Wochenendgesprächen im Juli und August setzten sich neun Autor*innen engagiert mit einem Thema auseinander.
Diesmal spürten sie den zahlreichen Facetten von Fernweh nach:
Das Fernweh der einen ist der Overtourism der anderen, was gerade in einer Region wie Tirol immer schmerzlicher spürbar wird, wo mit der Generierung und Inszenierung touristischer Sehnsüchte viel Geld verdient wird. So werden in den Diskussionen zum Thema „Fernweh“ auch die Schattenseiten beleuchtet und die weniger romantischen Aspekte zur Sprache kommen.
In dieser Sondersendereihe von Leonie Drechsel können wir alle neun Autor*innen zunächst in Zweier- oder Dreiergruppen und dann in der großen Schlussrunde hören – auf FREIRAD in insgesamt vier Episoden im Juli und August:
SA, 18.07. 12 bis 14 Uhr
SA, 01.08. 12 bis 14 Uhr
SA, 15.08. 12 bis 14 Uhr
SA. 29.08. 12 bis 14 Uhr