Diese Sendung ist seit dem 07. Feber 2008 im Programmschema
und läuft monatlich am 1. Donnerstag (2008-02-07 - 2017-03-31) von 13:06 bis 13:36
und monatlich am 1. Dienstag (2017-04-04 - 2017-06-30) von 16:06 bis 16:36
und monatlich am 2. Dienstag von 16:06 bis 16:36
sowie an diversen Terminen


Literadio on air
Monatliche On Air Sendereihe des Online Literaturarchives "www.literadio.org" für die Freien Radios in Österreich.

Zu hören sind Live Mitschnitte von Lesungen zeitgenössischer AutorInnen, Gespräche mit Verlags- und anderen Menschen aus der Literaturszene.
Das Literadio – Archiv bietet vorrangig Literatur abseits des Mainstream in verschiedenen Sprachen. Jeder Audiobeitrag ist verbunden mit Hintergrundinformationen in der jeweiligen Sprache der Redaktion.

Die Beiträge werden von verschiedenen Partnerorganisationen (Verlage, Freie Radios, Kulturinitiativen) oder Einzelpersonen (AutorInnen, freie RadiomacherInnen) erstellt, die Mitgliedstatus bei Literadio haben.

Das Archiv von literadio mit allen Sendungen ist seit Sommer 2013 auf unsere Radiothek übertragen worden. Siehe: aufdraht: literadio on air


MacherIn: Christian Berger


Speziell zur Sendung am
Dienstag, den 11. Mai 2021
:

Jürgen Kaizik – Ich und der Andere

 

„Für den Weltstar Jim Morrison scheint alles zu Ende, bevor es richtig losgegangen ist. Zwar hat der gescheiterte Filmstudent zusammen mit Gleichgesinnten seine eigene Band, The Doors, gegründet, aber ihre Karriere droht in schäbigen Vorstadtspelunken von Los Angeles zu versanden. Drogen, Alkohol und Sex sind eben leichter zu haben als die neue, authentische Musik, von der sie gemeinsam träumen. Eines Abends sitzt ein Typ im Publikum, der dort nicht hinpasst. Seine bloße Anwesenheit stört – und Jim verliert die Nerven. Von da an wird alles anders. Hinterher nennt Jim den Fremden Hölderlin, weil er ihn an eine Zeichnung dieses vor langer Zeit im Wahnsinn verstorbenen Dichters erinnert. Jim Morrison soll im Sommer 1971 in Paris gestorben sein. Angeblich in einer Badewanne ertrunken. Doch niemand, der ihn kannte, hat seine Leiche gesehen. Vielleicht liegt ein leerer Sarg in jenem Grab auf dem Friedhof Père Lachaise, auf das viele Menschen bis heute frische Blumen legen.“ (Quelle: Braumüller Verlag)

Jürgen Kaizik bringt in seinem Roman zwei Männer zusammen, die sich im realen Leben niemals hätten begegnen können. Für den Autor haben die beiden – Friedrich Hölderlin und Jim Morrison – aber viel gemeinsam. Sie versuchten zu Leben, was ihnen ihr Innerstes vorgab und sind, jeder für sich auf seine Art, daran zerbrochen.

Der Autor im Gespräch mit Daniela Fürst. Das Buch ist im Braumüller Verlag erschienen





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