Kultur am Rande der Stadt – Reihe

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Kultur am Rande der Stadt – Drei Begegnungen

26. April / 18. Mai / 07. Juni 2019

 

Drei spartenübergreifende Veranstaltungen (mit Musik, Literatur, Performance und Diskussion) finden in den Monaten April, Mai und Juni 2019 bei freiem Eintritt in der Kulturscheune des „Waldhüttls“ (oberhalb von Schloss Mentlberg) statt. 

ORT: Kulturscheune des Waldhüttls, oberhalb von Schloss Mentlberg, Natterer-See-Weg 6, Nähere Infos hier auf der Seite des Waldhüttls

Zählkarten für alle Veranstaltungen in dieser Reihe sind erhältlich bei: Innsbruck Information, Burggraben 3 


Freitag, 26. April 2019 Das Waldhüttl als res publica  

Das Waldhüttl und seine Kulturscheune als res publica

  • 17 Uhr Vortrag und Diskussion 

 „Das Wissen über ArmutsmigrantInnen und vertriebene ‚Minderheiten‘ ist minimal, es gibt auch kaum mehr einen diesbezüglichen Diskurs. Diesem Defizit soll die Veranstaltungsreihe einen deutlichen Kontrapunkt setzen. Wenn einige Menschen am Rande der Stadt einen Zufluchtsort gefunden haben, sollen und wollen sie sich nicht verbergen, sondern vielmehr als Teil der Gesellschaft, der Öffentlichkeit und als wertvolle Mitglieder der Gesellschaft verstanden wissen“ (Jussuf Windischer)

Referent Mag. Dr. Jussuf WINDISCHER

Stojka meets Bach

  • 19.30 Uhr Konzertabend 

Zur Eröffnung der Konzertreihe und zur Taufe der brandneuen „Waldhüttl-Bühne“ tritt Harri Stojka mit seinem Trio auf. Er trifft dabei auf Werke von J.S. Bach (Sätze aus den Cellosuiten), die von Studierenden des Tiroler Landeskonservatoriums von einer Hochbühne aus in der Kulturscheune interpretiert werden.


Samstag, 18. Mai 2019 Klanggestalten – Körperwelten 

Körperausdruck als soziales Statement

  • 15 Uhr Workshop 

Die Künstlerin und Performerin Gyöngyvér Szentkereszty gibt einen Einblick in die Kunst der Performance als soziales Statement. Für Interessierte besteht die Möglichkeit, mit der Performerin einführend Techniken des Körperausdrucks zu erarbeiten.

ReferentInnen:  Gyöngyvér SZENTKERESZTY, Künstlerin und Performerin und Sebastian THEMESSL, Komponist

Klanggestalten – Körperwelten

  • 19.30 Uhr Konzertabend

Das Tiroler CEDAG-Streichquartett präsentiert Werke von Bedřich Smetana und Sebastian Themessl. Die Performerin Gyöngyvér Szentkereszty präsentiert zum 3. Streichquartett von S. Themessl, das ursprünglich zu Glasmalereien Marc Chagalls komponiert wurde, eine Choreographie aus Licht, Farben und Bewegung. Hinzu kommen Studierende des Tiroler Landeskonservatoriums mit ausgewählten Violinduos von Béla Bartók.


Freitag, 7. Juni 2019 Ein west-östlicher Divan 

Zwischen Verständigung und Verstehen.

Sprache – Übersetzung – Kommunikation als gesellschaftlicher Prozess

  • 17 Uhr Podiumsdiskussion 

Die Forderung nach „genügend Sprachkompetenzen“ von Zugewanderten lässt glauben, dass ein bestimmter Level an Kenntnissen ein Garant für „gelungene Integration“ sei. Die Veranstaltung stellt Fragen, die über die bloße Verständigung hinausgehen: braucht es zum gegenseitigen Verstehen nicht mehr und wenn ja, was? Welche Hürden, Chancen, Probleme und auch Schönes verbergen sich in gesellschaftlichen Übersetzungsprozessen und wie wird das sich artikulierende Selbst vom Über-Lebenden zum Lebenden? 

ReferentInnen: Aly EL GHOUBASHY, Schriftsteller; Wolfgang HACKL (angefragt), Germanist; Mascha DABIC, Dolmetscherin und Schriftstellerin; Ayse MALUHAN, Initiatorin des Projektes „Deutsch als FreundInsprache“

Moderation: Magdalena MODLER-EL ABDAOUI, Fachreferentin für Interkulturellen und Interreligiösen Dialog, Haus der Begegnung.

Ein west-östlicher Divan

  •  19.30 Uhr Konzertabend

Spanische Lieder des Lyrikers Federico García Lorca (gesungen und an der Gitarre begleitet von Studierenden der Universität Mozarteum) umrahmen den letzten Abend der Veranstaltungsreihe. Im Zentrum stehen Kurzgeschichten aus dem 2018 erschienenen Buch „Der blaue Kranich“ des ägyptisch-österreichischen Autors und Lehrers Aly El Ghoubashy. Seine autobiographischen Texte, welche gleichermaßen ernst wie humorvoll seine Entwicklung und sein Leben als Ägypter in Österreich beleuchten, werden in deutscher und arabischer Sprache vorgetragen. Der syrische Oudspieler George Naser improvisiert nach traditioneller arabischer Art zu den Geschichten. Derart trifft an diesem Abend die moderne Gitarre auf ihre orientalischen Wurzeln.

Eingeleitet werden alle Veranstaltungen durch öffentlich zugängliche Workshops und Diskussionen. Zusammen mit dem jeweils darauf folgenden künstlerischen Programm werden durch diese inhaltlichen Beiträge zentrale gesellschaftspolitische Aspekte thematisiert, welche ihrerseits durch den Ort „Waldhüttl“ (als sozioökologischer Projektraum) und dessen Bewohnerinnen und Bewohner aufgeworfen sind.

Datum:
Von Freitag, 26. April, 17:00 Uhr
bis Freitag, 07. Juni, 19:30 Uhr

Leitung:  Verein „Artrium Austria“ 

Kontakt:
Magdalena MODLER EL-ABDAOUI

Veranstalter:
Haus der Begegnung Bildungshaus der Diözese Innsbruck

Mitveranstalter:
Gemeinsam mit der Vinzenzgemeinschaft „Waldhüttl“, dem Tiroler Landeskonservatorium, der Universität Mozarteum und der Initiative Minderheiten

Gefördert von tki-open 2019

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