Bittere Orangen in Kalabrien, Süditalien

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Gilles Reckinger
Bildnachweis: Manfred Arthaber

Was hat eine Obstplantage in Kalabrien mit dem restriktiven europäischen Grenzregime zu tun? Dieser Frage sind wir nachgegangen. Die Antwort gab uns Gilles Reckinger, Anthropologe und derzeit Stiftungsprofessor am Institut für Interkulturelle Kommunikations-und Risikoforschung an der Universität Innsbruck. Bekannt ist der gebürtige Luxemburger für sein Buch, erschienen letztes Jahr, über die süditalienische Insel Lampedusa. Und genau während der Recherche auf der Insel Lampedusa stößt er auf ein anderes Thema, das auch mit Lampedusa zusammen hängt, nämlich die zweite Station von Menschen auf der Flucht, die süditalienische Obstplantagen. Es sind Migranten und Migrantinnen, die im Inneren der Festung Europa gefangen sind und die zum Überleben unter miserable Bedingungen hier (über)leben. Es ist die neue Sklaverei in der 2012- Nobelpreisträger Europa, in Italien, „bloß eine Grenze von uns entfernt“, betont Reckinger. Es sind Menschen ohne Menschenrechte, die unser Obst pflücken.

In dieser Sendung hören Sie Gilles Reckinger im Interview über das Projekt „Bitter Oranges“ in Rosarno, im süditalienischen Kalabrien. Das Projekt dokumentiert die Lebens-und Arbeitsbedingungen der Erntehelfer_innen in Süditalien und ist von ihm gemeinsam mit seiner Frau Diana Reiners 2012 ins Leben gerufen.

Das Interview führten Michael Gams und Sónia Melo bei Gilles Reckinger im Büro im Geiwi-Turm der Uni Innsbruck.

www.bitter-oranges.com

Am Montag dem 10. und Dienstag dem 11. März, jeweils um 18:30 Uhr, hören Sie auf KulturTon das Interview in zwei Sendungen geteilt.

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