8. September: Weltbildungstag

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Der Weltbildungstag (auch Weltalphabetisierungstag) wurde von der UNESCO ins Leben gerufen und wird seit 1966 alljährlich am 8. September begangen. Der Tag soll an die Problematik des Analphabetismus erinnern und zur Verwirklichung des Rechts auf Bildung für alle Menschen mahnen.
Mangelnde Bildung gilt als eines der größten Hindernisse gesellschaftlicher Entwicklung. Besonders betroffen sind arme und bevölkerungsreiche Länder wie z.B. Bangladesch, Brasilien, China, Indien, Indonesien, Ägypten, Mexiko, Nigeria und Pakistan. Weltweit können rund 860 Millionen Erwachsene nicht richtig lesen und schreiben, zwei Drittel davon sind Frauen, denen der Zugang zu Bildung vielerorts (vor allem in Afrika) verwehrt wird . In Deutschland gelten 7,5 Millionen Menschen als Analphabeten, in Österreich bis zu 600.000 Menschen.

FREIRAD bringt aus diesem Anlass einige Stunden Sonderprogramm:

12:00 bis 13:00 Uhr
Chancenungleichheit und Bildungsarmut in Österreich
Die Plattform Schule hatte Michael Bruneforth eingeladen, einen Vortrag über die Ergebnisse des nationalen Bildungsberichtes für Österreich zu halten. Der Vortrag behandelt die Themen Bildungschancen und Bildungsgerechtigkeit aus der Perspektive von zwei in der Bundesverfassung verankerten Zielen, nämlich der herkunftsunabhängigen Chancengleichheit und dem garantierten Bildungsminimum. Michael Bruneforth zeigt auch auf, was bei der angekündigten Schulreform berücksichtigt werden müsste, um der Chancenungleichheit, denen Österreichische Schüler_innen ausgesetzt sind, entgegenzuwirken.
Der Referent Michael Bruneforth vom Institut für Bildungsforschung war, bevor er nach Österreich ans BIFI kam, für Unesco und OECD tätig.

Redakteurin: Jutta Seethaler
Sendereihe: BRISANT, FREIRAD – Freies Radio Innsbruck
Produktionsdatum: 04.12.2013
nachhören: cba.fro.at/250980

13:06 bis 14:00 Uhr
Pädagogik der Unterdrückten
Bildung als Praxis der Freiheit – Grundlagen der Alphabetisierungskampagne in Brasilien der 1960er Jahre mit einem Blick auf aktuelle Beispiele in Österreich.
Paulo Freire gilt als bedeutender Volkspädagoge, der mit seinen großangelegten Alphabetisierungskampagnen in den Slums und trostlosen Landarbeitersiedlungen Brasiliens die Machthaber aufschreckte. Da zu diesem Zeitpunkt in Brasilien Analphabeten nicht wahlberechtigt waren, war Alphabetisierung eine Kampagne von hoher politischer Relevanz. Er selbst sah sein Programm als Schritt zur Demokratisierung Brasiliens.
In der Sendung werden neben biografischen Eckdaten zur Person Paulo Freires und seinem pädagogisch-politischen Wirken in Brasilien auch Beispiele der Arbeit des Paulo Freire Zentrums in Wien, das Theater der Unterdrückten als eine Umsetzung der Pädagogik der Unterdrückten sowie Beispiele zur Grundbildung und Alphabetisierung in Österreich/Kärnten vorgestellt.

Sendereihe: PANOPTIKUM Bildung, Radio Agora
Produktionsdatum: 22.04.2014
nachhören: cba.fro.at/258090

14:00 bis 15:00 Uhr
Das Kreuz mit der Bildung
Etwa 50.000 Kärntner_innen haben eine Schreib-, Lese- oder Rechenschwäche, man bezeichnet das als funktionalen Analphabetismus. Die Volkshochschulen haben sich zum Ziel gesetzt, die Situation dieser Menschen durch geeignete Kursangebote zu verbessern. Aus diesem Grund werden seit dem Jahr 2001 kostenlos Kurse für Erwachsene zum Nachholen eines Pflichtschulabschlusses und sogenannte Grundbildungskurse angeboten. Etwa 150 Kursteilnehmer_innen absolvieren jährlich erfolgreich diese Angebote.
Was waren die Gründe für einen Schulabbruch bzw. für einen negativen Pflichtschulabschluss? Welche Lernerfahrungen haben Teilnehmer_innen bei Grundbildungskursen? Welche Veränderungen bewirken diese Kurse aus Sicht der Teilnehmer_innen?
Diese und weitere Fragen werden in der Sendung – moderiert von Heinz Pichler – mit Mag.a (FH) Katrin Binder von den Kärntner Volkshochschulen und einer Kursteilnehmerin eines Grundbildungskurses besprochen.

Redakteur: Heinz Pichler
Sendereihe: PANOPTIKUM Bildung, Radio Agora
Produktionsdatum: 18.03.2014
nachhören: cba.fro.at/107530

22:00 bis 23:00 Uhr
Sonderschule oder Inklusion? Eine Diskussion über die Furcht vor dem gemeinsamen lernen.
Woher kommt denn diese Furcht – ist es mangelnde Vorstellungskraft oder einfach die Angst vor Veränderung?
Die Zusammenfassung einer Gesprächsrunde, die im Rahmen der Tagung “abgeschoben und ausgeschlossen” stattgefunden hat.

mit: Marianne Schulze (Menschenrechtsexpertin und Vorsitzende des Monitoring-Ausschusses), Dagmar Zöhrer (Landesschulinspektorin für Sonderpädagigik, Kärnten), Petra Flieger (freie Sozialwissenschafterin, Innsbruck), Alev Korun (Abg. zum Nationalrat, Sprecherin der Grünen für Integration, Migration und Menschenrechte), Norbert Steixner (Geschäftsführer des Tiroler Landesverbandes der Gehörlosenvereine), Volker Schönwiese (Professor an der UNI Innsbruck, Experte für Sozial- und Behindertenpädagogik, integrative bzw. inklusive Pädagogik)
Moderation: Elisabeth Wiesmüller

Redakteurin: Jutta Seethaler
Sendereihe: BRISANT, FREIRAD – Freies Radio Innsbruck
Produktionsdatum: 06.08.2013
nachhören: cba.fro.at/244596

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