25. November: Internationaler Tag gegen Gewalt an Frauen

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Gewalt gegen Frauen und Mädchen ist heute die weltweit häufigste Verletzung der Menschenrechte. Sie ist subtil oder brutal, kulturell tief verankert und dennoch weder zwangsläufig noch naturgegeben.
Der von den Vereinten Nationen deklarierte “Internationale Tag gegen Gewalt an Frauen” wird weltweit genutzt, um das Thema ins öffentliche Bewusstsein zu rücken. Er geht zurück auf den 25. November 1960 und erinnert an die Ermordung dreier Schwestern in der Dominikanischen Republik durch Soldaten des ehemaligen Diktators Trujillo. Seitdem werden an diesem Tag weltweit Zeichen gegen Gewalt an Frauen gesetzt.

Infostand: von 12 Uhr bis 17:30 bei der Annasäule!
Demonstration: 17:30 Start: Annasäule!

Bitte kommen und weiterleiten!!

+ 90% der Betroffenen von häuslicher Gewalt sind weiblich.
+ Nahezu jede 3. Frau wird Opfer sexualisierter Gewalt.
+ Weltweit sind 140 Mio. Frauen Opfer weiblicher Genitalverstümmelung.
+ Der Widerstand der Frauen in Kobane ist unser Widerstand.

Wir sehen uns am 25. November und kämpfen gemeinsam gegen Gewalt an Frauen!!! Eure Demokratische Frauenplattform Tirol

 

Das FREIRAD-Schwerpunktprogramm im Überblick:

08:30 bis 09:00
Sexualisierte Gewalt, rape culture und das „Yes means Yes“-Gesetz als Ausweg?
Jede dritte Frau in Europa ist schon mal Opfer von körperlicher oder sexueller Gewalt geworden, jede 20. Frau wurde vergewaltigt. Gleichzeitig kommt es in weniger als zehn Prozent der Fälle zu einer Verurteilung des Täters. So wurde zum Beispiel eine Verurteilung wegen Vergewaltigung aufgehoben, weil das Opfer zwar weinte und sich wandte, aber nicht weg rannte oder um Hilfe schrie.
In den USA wird jede fünfte Studentin vergewaltigt, an mehreren Unis laufen Beschwerdeverfahren wegen falschem Umgang mit sexualisierter Gewalt. Der Bundesstaat Kalifornien hat nun reagiert und das „Yes means Yes“-Gesetz verabschiedet, das eine ausdrückliche Zustimmung zu sexuellen Handlungen meint.
Bericht: tagesaktuelle Redaktion, Radio Corax, Halle (7.10.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/66499

anschließend:
In Deutschland ist Vergewaltigung in vielen Fällen nicht strafbar
„Nur die wenigsten sexuellen Übergriffe werden in Deutschland strafrechtlich geahndet. Die meisten Verfahren werden bereits von der Staatsanwaltschaft eingestellt, bevor es zu einer Anklage kommt.“ Zu diesem Schluss kommt der Bundesverband Frauenberatungsstellen und Frauennotruf. Über die Lücken im Sexualstrafrecht haben wir mit Katja Grieger vom Bundesverband gesprochen.
Bericht: tagesaktuelle Redaktion, Radio Corax, Halle (8.8.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/65539

anschließend:
Ein Gesetzesentwurf gegen Sexismus in der Werbewelt
Wenn mensch gegen Tabak vorgehen kann, warum dann nicht auch gegen Sexismus? Die antisexistische Initiative Pinkstinks hat einen Gesetzesentwurf gegen geschlechterdiskriminierende Werbung vorgelegt. Dieser sieht vor, das Gesetz gegen den unlauteren Wettbewerb (UWG) entsprechend zu erweitern. Doch wo fängt Sexismus an? Und was tut eigentlich der Werberat dagegen? Dr. Stevie Meriel Schmiedel von Pinkstinks stand Radio Dreyeckland Rede und Antwort.
Bericht: Jonas, Morgenradio, Radio Dreyeckland Freiburg (29.9.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/66294

09:00 bis 10:00
Opfer häuslicher Gewalt stärken
Ergebnisse der „EU-Daphne-Studie“ zur Unterstützung weiblicher Opfer von häuslicher Gewalt.
Nach Angabe des „Gewaltschutzzentrums Kärnten“ wird jede fünfte in einer Beziehung lebende Frau Opfer familiärer Gewalt. Gewalt ist jede Form des körperlichen und sexuellen Übergriffes sowie dessen Androhung. Der Ausstieg aus einer Gewaltbeziehung wird durch vieles erschwert. Mit dem Gewaltschutzgesetz macht der Staat deutlich, dass häusliche Gewalt keine Privatangelegenheit ist.
Eine „EU-Daphne-Studie“ hat das Thema häusliche Gewalt an Frauen in sechs Ländern untersucht. Mit der „Soziodrama-Methode“ wurden in Österreich, Italien, Portugal, Rumänien, Bulgarien und Albanien insgesamt 134 betroffene Frauen in Einzel- und Gruppenberatungen begleitet und die Ursachen, die Pro-blembewältigungsstrategien und die sozialen Hintergründe erforscht.
Im Rahmen der Sendung wird das Praxisforschungsprojekt vorgestellt, Hintergrundinformationen sowie Ursachen häuslicher Gewalt an Frauen erörtert und mögliche Gegenstrategien auf individueller wie sozialer Ebene vorgestellt.
Zu Gast im Studio – moderiert von Heinz Pichler – sind der Österreich-Koordinator der Daphne-Studie, Dr. Michael Wieser von der Alpen-Adria-Universität Klagenfurt, sowie die beiden Studienautorinnen, Mag.a Karin Leitgeb MSc und Mag.a Ursula Luschnig von der Lebensberatung des Kärntner Caritasverbandes.
Redakteur: Heinz, Panoptikum Bildung, Radio Agora (3.10.2014)
nachhören: cba.fro.at/270135

12:00 bis 13:00
Ausgegrenzt, ausgelagert und ausgeliefert – Lebensbedingungen von asylsuchenden Frauen in Deutschland
Vortrag von Elisabeth Ngari von „Women in Exile“ aus Potsdam/Berlin an der Evangelischen Hochschule Dresden (ehs) am 3. Juli 2014, im Rahmen der Vortragsreihe Aussichtslos? – Flucht und Asyl als Handlungsfelder sozialer Berufe.
Coloradio Dresden (3.7.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/65116

13:06 bis 14:00
Gewalt gegen Frauen Einhalt gebieten – Die Istanbul Konvention
Der Geburtsort der Konvention zur Prävention und der Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt ist die Stadt am Bosporus, daher der Name. Die Istanbul Konvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag. Sie ist das erste rechtsverbindliche Instrument, das einen flächendeckenden Rechtsrahmen schafft, um Gewalt gegen Frauen zu bekämpfen, häuslicher Gewalt Einhalt zu gebieten, Opfer zu schützen und Täter strafrechtlich zu verfolgen. Die endgültige Variante wurde im Dezember 2010 erstellt und am 11. Mai 2011 für Unterschriften geöffnet. Seither können Einzelstaaten unterzeichnen – im zweiten Schritt erfolgt die Ratifizierung. Bislang haben lediglich 3 EU-Staaten die Konvention ratifiziert: Das sind Portugal, Österreich und Italien…
Redakteurin: Meike
Sendereihe: Focus Europa, Radio Dreyeckland Freiburg (18.3.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/62656

anschließend:
Verstümmelung von Frauen an den Genitalien weiter verbreitet als angenommen
Ein Interview mit Hannah Wettig von der Hilfsorganisation Wadi. Wadi ist der Praxis der Genitalverstümmelung auch in Regionen nachgegangen, in denen diese Misshandlung von Frauen bisher nicht dokumentiert war und leistet Aufklärungsarbeit mit dem Ziel, dass FGM ganz aufgegeben wird, insbesondere in Irakisch Kurdistan. Außerdem berichtet Hannah von einer Reise nach Oman, wo FGM ebenfalls weiter verbreitet ist als angenommen. Anfang Mai will Wadi in istanbul eine Konferenz mit AktivistInnen unter anderem aus Iran, Oman, Saudi Arabien, Indien und Malaysia abhalten.
Redakteur: Jan Keetman, Morgenradio, Radio Dreyeckland Freiburg (1.5.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/63533

anschließend:
Das tägliche Sterben geht weiter: Kaum zivile Hilfe, Waffen statt Medikamente und Lebensmittel für Nordirak? Tausende Frauen auf Sklavenmärkten als Einnahmequellen der IS
Wir haben ja schon seit ca. 2 ½ Jahren – lange Zeit als einziges Medium in München – über das Schicksal vor allem der syrischen Kurden und ihren Kampf gegen Assads Regierungstruppen und die Terrormilizen des Islamischen Staates berichtet. Nun sind auch die irakischen Kurd_innen und mit ihnen ca. 2 Millionen Flüchtlinge unterschiedlicher Religionen und Volksgruppen sowohl von deren Terror, als auch von Hungertod und Seuchen bedroht. Gleichzeitig heißt es, aus eroberten oder übergebenen Orten würden Hunderte Frauen entführt, vergewaltigt, verkauft oder ermordet.
Was ist da dran, fragten wir Can Cecek vom Kurdischen Zentrum für Öffentlichkeitsarbeit in Frankfurt, das uns die letzten Jahre immer wieder früh mit präzisen Informationen über die Lage in der Region versorgt hat. Sind das Schauermärchen, Übertreibungen: Hunderte von entführten Frauen auf Sklavenmärkten?
Redakteur: Andrasch Neunert, Radio Lora München (5.9.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/65903

anschließend:
Zwischen „Sexarbeit“ und „Ausbeutung“ – Der gesellschaftliche Blick auf Prostitution
Die deutsche Bundesregierung diskutiert derzeit über ein neues Prostitutionsgesetz, das Prostituierte stärker schützen soll. Die Vorschläge sehen die Einführung eines Mindestalters von 21 Jahren vor, sowie die Registrierung von Bordellen und Sexarbeiterinnen selbst. Der Berufsverband der Sexarbeiterinnen lehnt die Vorschläge größtenteils ab. Statt strengeren Regeln bräuchte es endlich die Anerkennung der Sexarbeit als normalen Berufszweig. Die Frauenrechtsorganisation Terre des Femmes hingegen hält das Vorhaben der Bundesregierung für nicht weitreichend genug. In einer aktuellen Pressemitteilung fordert die Organisation, dass Prostitution grundsätzlich gegen die Menschenwürde verstoßen würde und somit menschen- und insbesondere frauenverachtend sei. Sexarbeit wird hierzulande zunehmend kontrovers diskutiert. Den Sexarbeiterinnen selbst wurde dabei lange nicht zugehört. Das scheint sich nun zu ändern. Das meint die Geschichtswissenschaftlerin Sonja Dolinsek. Wir haben uns mit ihr über den gesellschaftlichen Blick auf Prostitution und über die Bedürfnisse von Sexarbeiterinnen unterhalten.
Bericht: tagesaktuelle Redaktion, Radio Corax, Halle (30.10.2014)
nachhören: www.freie-radios.net/66983

23:00 bis 24:00
60 minutes of… Feindbild Frau
Im Rahmen der Kampagne „16 Tage gegen Gewalt an Frauen“ stellt Anita Inzinger das Buch „Feindbild Frau- Männliche Sexualität, Gewalt und Abwehr des Weiblichen“ von Rolf Pohl vor. Nicht unbedingt „leichte Kost“, zumal der Autor die Leser_innen durch die
psychoanalytische Brille blicken lässt und eine entwicklungspsychologische Studie abliefert. Aber: Es ist nicht notwendig alles zu wissen um zu verstehen.
Redakteurin: Anita Inzinger, 60 minutes of…, Radio Helsinki (1.12.2013)
nachhören: cba.fro.at/253393

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