Diese Sendung ist seit dem 07. Jänner 2014 im Programmschema
und läuft monatlich am 1. Dienstag von 13:06 bis 13:21
und als Wiederholung monatlich am 2. Sonntag von 08:00 bis 08:15


Buchtipps von und mit Urs Heinz Aerni


Urs Heinz Aerni lebt als Journalist und Kulturveranstalter in Zürich. Er spricht mit verschiedenen Autorinnen und Autoren über ihre Publikationen.

Schriftsteller - ein Beruf wie jeder andere!

Antoine de Saint-Exupéry nahm sich nicht das Leben, er wurde fliegend in seiner Kiste von einem Deutschen Kriegsflugzeug abgeschossen. Gefundene Wrackteile im Meer und die Aussage eines ehemaligen Deutschen Piloten im greisen Alter geben diese Information preis. Der alte Mann spricht mit betroffener Miene vor der Kamera über seinen damaligen Einsatz. Zu Boden blickend erklärt er, dass er nicht geschossen hätte, wenn er gewusst hätte, wer in der anderen Maschine saß, er habe diesen Autor gern gelesen und sehr geschätzt. Schätzte dieser Mann die Arbeit eines Spenglers, Architekten, Druckers oder Gärtners nicht? Glaubt dieser Mann, dass Saint-Exupéry nur ausgewählte Berufsgattungen ins Visier genommen habe? Soll ein Schriftsteller längere Lebensberechtigung im Kriegsfeuer haben als ein Butler oder Tierarzt? Hätten alle Schriftsteller im Kriegseinsatz ihre Maschinen mit (ihrem) Namen und Profession beschriften sollen? ’Ich bin der bekannte Schriftsteller Soundso und bin mit dem aktuellen Roman noch nicht fertig. Schießen Sie mich nicht ab und freuen Sie sich auf mein nächstes Buch.‘

’Achtung! Maschine K5, Sie werden von einem feindlichen Objekt verfolgt. Antworten.‘
’Verstanden. Nehme Gegenangriff auf. Antworten.‘
’Verstanden. Stopp. Sie haben Feuerverbot. Es handelt sich um den bekannten Lyriker Samuel Huber. Antworten.‘
’Verstanden. Werde nichts unternehmen. Antworrrr...‘
’K5! Können Sie uns hören? K5! Antworten Sie ...‘

Nachzuhören in der Radiothek der Freien Radios Österreich.


MacherIn: FREIRAD, Freies Radio Innsbruck


Speziell zur Sendung am
Dienstag, den 07. Jänner 2014
:

Joachim Jung, Mirella Carbone (Hg.), Friedrich Nietsche, Die Kunst der Gesundheit, 2012 im Verlag Karl Alber erschienen.

Mirella Carbone und Joachim Jung waren 15 Jahre KuratorInnen des Nietzsche-Hauses in Sils-Maria im Engadin. Heute wirken sie als dessen wissenschaftliche Mitarbeiter und leiten das Silser Kulturbüro KUBUS des Instituts für Kulturforschung Graubünden. Sie führen jährlich die Silser Kunst- und LiteraTourtage durch und bieten zudem ein reiches Vortrags- und Seminarprogramm zu literarischen, philosophischen, kunst- und kulturgeschichtlichen Themen an, zu denen sie immer wieder auch Kulturwanderungen im Engadin und den Bündner Südtälern durchführen.

Urs Heinz Aerni im Gespräch mit Joachim Jung.




www.ursheinzaerni.ch

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Nachhören in der Radiothek der Freien Radios Österreichs

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