Diese Sendung ist seit dem 20. Oktober 2005 im Programmschema
und läuft wöchentlich am Samstag von 01:00 bis 06:00


Quiet is the new Loud
Songwriters Night Drive - Playlist


Ausgewähle Songs aus dem Lande der Singer- und Songerwriter.
Selektiert und laufend augefrischt von unserem griechischen Lieblings-DJ Ματθίας:
 

Das Songwriten und Vortragen mit Gitarre und Stimme, das erdig-holzige, hatt immer den Patos des Ehrlichen versprochen.

Mit diesem Versprechen geht es mit dieser Playlist durch die Nacht.


folk, country, indie, indie folk, alternative country, anti-folk, americana, post-punk/cowpunk, gothic-country, appalachian
sadcore, slowcore, freak folk, american primitivism, honky-tonk, rockabilly, lo-fi, weird-folk, gospel, bluegrass
new weird america, psychedelic folk, folktronica, twee-pop, bedroom pop, pop-folk, dream pop, alternative


"Quite is the new Loud" war der Albumtitel der norwegischen Band "Kings of Convinince" 2001. Das passte genau in die Zeit als Nick Drake - wieder eimal - wieder entdeckt wurde. Leonard Cohens Frühwerk war nie wirklich vergessen. Bands wie Iron&Wine hatten sich Mitte der 00er-Jahre Kultstatus erflüstert. Das folkige Flüstern ins Mikro hatte eine Hochblüte. Auch alte Countryhaudegen wie Johnny Cash entdeckten mit coolen Typen wie Rick Rubin (u.a. Beasty Boys, Slayer, Nine Inch Nails) die
Akkustikgitarre wieder.

War Country in den 80ern ein Indie-Geheimtipp zb.: die Cowboy-Junkies oder Giant Sand (besonders bekannt später deren Mariachi-Ableger Calexico) , so war es Ende der 00er Jahre bereits ein Massenphänomen innerhalb der Independetszene wieder zu folken und countryelemente zu verwenden. Allenorts Banjos und Bärte, Elfen und Harfen. Man blickte auf Bob Dylan und Neil Young zurück, jene wiederum auf Johnny Cash und jener auf Hank Williams - stark vereinfacht.

Zeitgleich gab es ums Millenium herum an der US- Ostkuste ein Folk Do-It-Yourself-Revival, das an die Szene der Beat-Poeten der 50er und 60er anknüpfte. Nur Gitarre und Stimme zu verwenden hatte aber auch im LoFi- Kult der 90er-Pioniere ein Erwachen. Lou Barrlow (Sebadoh, Sentridoh, Folk Implosion) und Robert Pollard (Guided by Voices). Irgendwie hatte man eine Punk oder zumindest Punk-Rock-Haltung, spielte aber akkustisch. Das gab es bei den Briten auch schon früher paralell zu Punk (Johnny Thunders, Nikki Sudden). In würde gealterte Punks wie Joe Strummer oder die Mekkons wurden auch Folkig-Akkustisch. Auch Huskedu Drummer und Sänger Grant Hart hatte Akkustikalben des harten Materials. Der nicht weniger "harte" Swans Sanger Michael Gira kann es auch akkustisch sehr gut.

Die 90er brachten Rund um das Drag City und Domino Label Genregroßen wie Will Oldham (Palace, Palace Music, Palace Brothers, Bonnie 'Prince' Billy, Bonnie Billy)
und Smog aka Bill Callahan hervor. Manche Bands tendierten anfang der 90er ins duster romantische (Tindersticks), manche mitte 90er ins locker leichte poppige (Belle and Sebastian) und manche anfang 00er Jahre zum elfenhaften (Joanna Newsom). Mitte der 90er saß auch der erst 15-Jahrige Connor Obers (spater stadionfüllend und in den 00er Jahren den indie-ton-vorgebend als Bright Eyes) auf seinem Bett und übte sich in diesem neuen lo-fi bedroom sound.

Die verschrobene - 60er bis heute - Indie-Folklegende Michael Hurley kann man vielleicht bei Becks akkustisch-countryesken Alben oder beim sehr viel mehr
verspielten Devendra Barnhardt wieder erkennen. Selbst bei den Demoaufnahmen zu einem der Pop-Alben schlecht hin : The Velvet Underground & Nico, finden sich eindeutige Folksongversionen.

Das Namedropping könnte an der Stelle immer so weitergehen...

Das alles und viel mehr hort ihr in dieser Nacht... "


Grundgütiger!



MacherIn: FREIRAD, Freies Radio Innsbruck





www.freirad.at

Mail senden

no images were found