
Das Genderprojekt “Wer sagt hier wem, wer was werden soll?” geht in die langersehnte zweite Runde! Auch in diesem Jahr tauchten sechs Schulklassen tief in die Frage ein, wie Berufswahl entsteht – und welche Rolle Geschlechterbilder dabei spielen. In Interviews mit Menschen, die „genderuntypische“ Berufe ausüben, machen die Schüler*innen ihre Überlegungen zum Thema nun hörbar.
Auch in diesem Jahr tauchen sechs Schulklassen in einem viertägigen Workshop tief in die Frage ein, wie Berufswahl entsteht – und welche Rolle Geschlechterbilder dabei spielen.
Gleichzeitig lernen die Schüler*innen, wie sie ihre eigenen Themen ins Radio bringen – kritisch und informativ.
Im Zentrum stehen geschlechterspezifische Fragen und der offene Austausch darüber.
Die Schüler*innen setzen sich mit Rollenbildern auseinander, die unsere Gesellschaft noch immer prägen – besonders bei der Berufswahl. 2023 wurde bereits deutlich, wie sehr das soziale Umfeld Entscheidungen beeinflusst und wie wichtig Aufklärung und vielfältige Vorbilder sind.
Deshalb führen die Teilnehmer*innen Interviews mit Menschen, die „genderuntypische“ Wege gegangen sind. Zu hören sind unter anderem Wissenschaftler*innen, Tischler*innen, Erzieher oder Spitzensportler*innen – und viele weitere Stimmen. Auch dieses Jahr werden die Sendungen der Schüler*innen für dich hörbar gemacht und zeitnahe ausgestrahlt. Hör rein!
Übrigens: Die entstandenen Sendungen waren 2023 für den Radiopreis der Erwachsenenbildung nominiert. Mehr dazu unter diesem Link (Link Radiopreisnominierung).
Die Interviews hört ihr vom 27.05. bis 01.07., jeden Mittwoch um 13:30 Uhr
Ein Interview zu Gender und Arbeit mit einer Gletscherforscherin und einer Bauingenieurin
Fast eine Woche lang haben sich die Schüler*innen der Klasse 3B MS-Reichenau in Innsbruck mit dem Thema “Gender und Arbeit“ beschäftigt und für diesem Thema ein Interview vorbereitet und durchgeführt. Die Gletscherforscherin Anna und die Bauingenieurin Annika erzählen von ihren Erfahrungen in männerdominierten Berufsbranchen.
Anne Hartig ist eine Gletscherforscherin und erzählt von ihre Erfahrungen in einen männerdominierten
Beruf. Anika hat Bauingenieurwesen studiert und erzählt von ihren Erfahrungen in dem männerdominierten Beruf.
Redaktion: Gülseren, Eftikhar, Mooedeh, Abdullah, Bahadir, Marko, Nicole, Amara, Hajar, Max
Interview über Laura Katzmann und die Rolle von Frauen im Bergsport
Laura Katzmann, eine staatlich geprüfte Snowboardlehrerin aus Deutschland. In der vergangenen Woche bereiteten wir :(Schüler/innen des Reithmanngymnasiums Innsbruck), in Zusammenarbeit mit Vertretungspersonen des Radiosenders Freirad uns intensiv auf das Interview vor, indem wir uns einerseits mit dem Thema Gender und Beruf und andererseits mit dem Radio machen an sich auseinandersetzten.
Im Interview befragen zwei Schülerinnen (Madita und Marie) Laura zu ihrer Arbeit als Snowboardlehrerin und zur Problematik des Sexismus in den Bergen.
Auch heute noch sind Berufe im alpinen Bereich immernoch sehr stark männlich besetzt. Demgegenüber ist Laura das perfekte Beispiel, dass das aktuell nicht mehr zeitgemäß ist und schon ein großer Zuwachs an Sportlerinnen in diesem Bereich zu verzeichnen ist.
Redaktion: Irem, Marie, Anna, Madita, Emma, Simon, Emilio, Samim, Leo, Yoschi
Ein Interview zu Gender und Beruf mit Teja Stüwe
Die Schülerinnen Emma und Florentina aus der 6s vom Reithmanngymnsasium sprechen in dieser Sendung mit Teja Stüwe über Frauen in der Wissenschaft und ihre persönlichen Erfahrungen in diesem Beruf. Im Interview geht es um ihren beruflichen Weg, um die Rolle von Frauen in wissenschaftlichen Berufen und darum, wie sich die Situation von Frauen und Männern in der Arbeitswelt in Zukunft verändern könnte.
Redaktion: Nicolas Haltrich, Benjamin Vent, Emma Laimer,Florentina Daxl,Tim Hanser, Theo vandory, Marie Manhartsberger,Aaliyah celep, Sonja Hassanzada, Lara Aksoy und Sarah Stebegg
Ein Interview zu Gender–Stereotypen in der Berufswelt mit Veronika Stallmaier
Die Schüler*innen der Klassen 7A und 6S führen ein Interview mit der ehemaligen österreichischen Skiläuferin Veronika Stallmaier. Gemeinsam sprechen wir über Gender – Stereotypen in der Berufswelt und darüber, welche Erfahrungen sie als Frau im Spitzensport gemacht hat. Außerdem interessiert uns, wie sich die Rolle von Frauen im Sport und in verschiedenen Berufen verändert hat und welche Herausforderungen es heute noch gibt.
Redaktion: Leo, Vinzent, Simon P, Rocco, Raphael, Lea, Magdalena, Clara, Lena, Lilly
Handwerk kennt kein Geschlecht!
Schüler*innen der 7A des Reithmanngymnasiums haben in der Projektwoche mit FREIRADan einem Gender- Projekt teilgenommen. Für das Projekt mit FREIRAD sprechen sie mit Bella, die als Tischlerin arbeitet. Sie gibt ihnen Einblicke in ihren Berufsalltag und erzählt, wie Menschen oft überrascht reagieren, wenn eine Frau einen „typisch männlichen Beruf“ ausübt. Im Interview geht es darum, welche Erfahrungen sie gemacht hat, wie sie mit Vorurteilen umgeht und warum sie gerne ihren Beruf mit Motivation erledigt. Dadurch wird deutlich, dass Leidenschaft wichtiger ist als erfüllen von Rollenbilder.
Redaktion: Ayse, Bashar, Damla, Emilia, Helena, Jonas, Leyla, Louis, Magdalena, Maja, Ugulmo

Schüler*innen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren haben sich im Projekt „Bullshit! Wer sagt hier wem, wer was werden soll?“ eine Woche lang mit geschlechtersensiblen Themen beschäftigt. In Interviews haben die Schüler*innen am letzten Projekttag mit Menschen gesprochen, die eine genderuntypische Berufswahl getroffen oder sich für einen ungewöhnlichen Berufsweg entschieden haben.
Wer entscheidet eigentlich, was wir werden? Wer sagt uns, welchen Beruf wir machen sollen? Und was hat das alles mit Gender zu tun?
Noch immer gibt es bestimmte Vorstellungen darüber, was „typisch männliche“ und „typisch weibliche“ Berufe sind. Kinder und Jugendliche orientieren sich oft unbewusst an gesellschaftlichen Rollenvorstellungen. Die eigenen Fähigkeiten und Interessen werden bei der Berufswahl oft nicht beachtet. Dahinter stehen gesellschaftliche Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten. Frauen verdienen im Durchschnitt bedeutend weniger als Männer, sie arbeiten seltener Vollzeit und sind häufiger im Dienstleistungssektor anzutreffen. Oft werden Berufe oder ganze Berufsfelder mit hohem Frauenanteil automatisch abgewertet.
Mit dem Projekt „Bullshit! Wer sagt hier wem, wer was werden soll?“ ist FREIRAD 2023 mit Schüler*innen der Frage nachgegangen: Wovon hängt die eigene Berufswahl eigentlich ab?
Die berufliche Trennung von Frauen und Männern im Arbeitsmarkt kann europaweit als Merkmal für Ungleichheiten wahrgenommen werden. Frauen werden Erzieherinnen und Männer Mechaniker – wer sich für einen genderuntypischen Beruf entscheidet, wird häufig diskriminiert oder im (Arbeits-)Alltag nicht ernst genommen. Die Geschlechtersegregation in der Arbeitswelt ist immer noch Realität. Die Frage ist: Woran liegt das?
In der Gesellschaft gibt es klare Vorstellungen darüber, was „typisch männliche“ oder „typisch weibliche“ Berufe sind. Nach diesen eintrainierten Vorstellungen über die Welt und die „richtige“ und „natürliche“ Verteilung bestimmter Rollen handeln wir in vielen Fällen täglich. Kinder und Jugendliche ahmen dabei in der Regel ihre Bezugspersonen wie Eltern oder Lehrpersonen nach und suchen sich dadurch häufig (unterbewusst) den zu ihrer Genderrolle passenden Beruf aus, anstatt ihre Wünsche nach ihren Fähigkeiten zu orientieren oder an ihrer Leidenschaft für bestimmte Tätigkeiten festzuhalten.
Dieses Projekt wurde 2023 vom Land Tirol, Abt. Gesellschaft und Arbeit finanziell unterstützt.

Schüler*innen-Projekt
Wer sagt hier wem, wer was werden soll?
Ein Projekt zum Thema Genderstereotype bei Jugendlichen
Von Mi. 27.05. bis Mi 01.07. jeden Mittwoch jeweils um 13:30 auf FREIRAD
Sendung verpasst?
Nach der Erstausstrahlung können die Sendungen auch hier nachgehört werden.