
Das Genderprojekt “Wer sagt hier wem, wer was werden soll?” geht in die langersehnte zweite Runde! Auch in diesem Jahr tauchten sechs Schulklassen tief in die Frage ein, wie Berufswahl entsteht – und welche Rolle Geschlechterbilder dabei spielen. In Interviews mit Menschen, die „genderuntypische“ Berufe ausüben, machen die Schüler*innen ihre Überlegungen zum Thema nun hörbar.
Auch in diesem Jahr tauchen sechs Schulklassen in einem viertägigen Workshop tief in die Frage ein, wie Berufswahl entsteht – und welche Rolle Geschlechterbilder dabei spielen.
Gleichzeitig lernen die Schüler*innen, wie sie ihre eigenen Themen ins Radio bringen – kritisch und informativ.
Im Zentrum stehen geschlechterspezifische Fragen und der offene Austausch darüber.
Die Schüler*innen setzen sich mit Rollenbildern auseinander, die unsere Gesellschaft noch immer prägen – besonders bei der Berufswahl. 2023 wurde bereits deutlich, wie sehr das soziale Umfeld Entscheidungen beeinflusst und wie wichtig Aufklärung und vielfältige Vorbilder sind.
Deshalb führen die Teilnehmer*innen Interviews mit Menschen, die „genderuntypische“ Wege gegangen sind. Zu hören sind unter anderem Wissenschaftler*innen, Tischler*innen, Erzieher oder Spitzensportler*innen – und viele weitere Stimmen. Auch dieses Jahr werden die Sendungen der Schüler*innen für dich hörbar gemacht und zeitnahe ausgestrahlt. Hör rein!
Übrigens: Die entstandenen Sendungen waren 2023 für den Radiopreis der Erwachsenenbildung nominiert. Mehr dazu unter diesem Link (Link Radiopreisnominierung).
Die Interviews hört ihr vom 27.05. bis 01.07., jeden Mittwoch um 13:30 Uhr

Schüler*innen im Alter zwischen 13 und 15 Jahren haben sich im Projekt „Bullshit! Wer sagt hier wem, wer was werden soll?“ eine Woche lang mit geschlechtersensiblen Themen beschäftigt. In Interviews haben die Schüler*innen am letzten Projekttag mit Menschen gesprochen, die eine genderuntypische Berufswahl getroffen oder sich für einen ungewöhnlichen Berufsweg entschieden haben.
Wer entscheidet eigentlich, was wir werden? Wer sagt uns, welchen Beruf wir machen sollen? Und was hat das alles mit Gender zu tun?
Noch immer gibt es bestimmte Vorstellungen darüber, was „typisch männliche“ und „typisch weibliche“ Berufe sind. Kinder und Jugendliche orientieren sich oft unbewusst an gesellschaftlichen Rollenvorstellungen. Die eigenen Fähigkeiten und Interessen werden bei der Berufswahl oft nicht beachtet. Dahinter stehen gesellschaftliche Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten. Frauen verdienen im Durchschnitt bedeutend weniger als Männer, sie arbeiten seltener Vollzeit und sind häufiger im Dienstleistungssektor anzutreffen. Oft werden Berufe oder ganze Berufsfelder mit hohem Frauenanteil automatisch abgewertet.
Mit dem Projekt „Bullshit! Wer sagt hier wem, wer was werden soll?“ ist FREIRAD 2023 mit Schüler*innen der Frage nachgegangen: Wovon hängt die eigene Berufswahl eigentlich ab?
Die berufliche Trennung von Frauen und Männern im Arbeitsmarkt kann europaweit als Merkmal für Ungleichheiten wahrgenommen werden. Frauen werden Erzieherinnen und Männer Mechaniker – wer sich für einen genderuntypischen Beruf entscheidet, wird häufig diskriminiert oder im (Arbeits-)Alltag nicht ernst genommen. Die Geschlechtersegregation in der Arbeitswelt ist immer noch Realität. Die Frage ist: Woran liegt das?
In der Gesellschaft gibt es klare Vorstellungen darüber, was „typisch männliche“ oder „typisch weibliche“ Berufe sind. Nach diesen eintrainierten Vorstellungen über die Welt und die „richtige“ und „natürliche“ Verteilung bestimmter Rollen handeln wir in vielen Fällen täglich. Kinder und Jugendliche ahmen dabei in der Regel ihre Bezugspersonen wie Eltern oder Lehrpersonen nach und suchen sich dadurch häufig (unterbewusst) den zu ihrer Genderrolle passenden Beruf aus, anstatt ihre Wünsche nach ihren Fähigkeiten zu orientieren oder an ihrer Leidenschaft für bestimmte Tätigkeiten festzuhalten.
Dieses Projekt wurde 2023 vom Land Tirol, Abt. Gesellschaft und Arbeit finanziell unterstützt.

Schüler*innen-Projekt
Wer sagt hier wem, wer was werden soll?
Ein Projekt zum Thema Genderstereotype bei Jugendlichen
Von Mi. 27.05. bis Mi 01.07. jeden Mittwoch jeweils um 13:30 auf FREIRAD
Sendung verpasst?
Nach der Erstausstrahlung können die Sendungen auch hier nachgehört werden.