Victor Tiefenbrunner im Gespräch mit Hermann Stolze am Sonntag, 12.09.04 um 09:00 Uhr

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Victor Tiefenbrunner liest aus seinem Werk ’Rue du Languedoc’ und unveröffentlichte Texte Geboren wurde Victor Tiefenbrunner 1950 in Innsbruck. Nach Studien in Innsbruck, Wien und Jerusalem folgten längere Auslandsaufenthalte in Frankreich, Spanien und den Vereinigten Staaten. Er beschäftigt sich mit dem Zen-Buddhismus, der Kabbala und mit Bibelhebräisch. Seine literarischen Wurzeln sind in der Beatnik-Literatur zu finden. Darüber hinaus schreibt er Songtexte für die ’Neue Deutsche Welle’ und Stories in Magazinen (Playboy etc.). Victor Tiefenbrunner lebt und arbeitet in Zirl. In seinem Roman ’Rue du Languedoc’ macht sich ein Sohn auf die Suche nach seinem Vater. Dass er ein uneheliches Kind ist und seinen Vater nie kennengelernt hat, scheint dem 40-jährigen Dominic schon längst nichts mehr auszumachen. Bis er eines Tages durch seinen Nachbarn die Möglichkeit bekommt, gezielte Nachforschungen anzustellen. Die Suche nach dem Vater ist tatsächlich von Erfolg – wenn auch nicht von einem Happyend – gekrönt. Während Dominic monatelang auf Nachricht von den französischen Behörden wartet, hat der Leser Gelegenheit, ihn kennenzulernen: Er sieht Dominic bei seinen Großeltern aufwachsen und ab und zu seine Mutter besuchen, die mit einem verlässlichen, aber eifersüchtigen Mann eine neue Beziehung wagt. Dominics Leben ist von Ruhelosigkeit geprägt. Das „kleine Glück“ als Student an der Seite seiner Frau Lilli hat kaum richtig begonnen, da holt ihn der pubertäre Traum von einer Karriere als Musiker ein. München, Freunde, Musik und Drogen spielen die Hauptrolle, bis Lillis Unfall alles verändert – auch ihre Beziehung zueinander. Dem Tiroler Autor ist ein bemerkenswertes Debüt gelungen, das sowohl sprachlich-stilistisch als auch psychologisch überzeugt. Tiefenbrunner, Victor: Rue du Languedoc : Erzählung / Victor Tiefenbrunner. – Salzburg : O. Müller, 1999. – 148 S. ISBN 3-701-30989-2 fest geb. : ATS 210,00 / € 15,30

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